Lion Server (10.7): Erfahrungen und Hilfestellungen

Server-App-Installation und eine erste Warnung…

Meine Motivation einen eigenen Server betreiben zu wollen ist, dass ich nicht von einer Datenwolke abhängen möchte, sondern wenn möglich meine Daten auf der eigenen “Cloud”speichern möchte. So möchte ich einen Mac Server einsetzen, der meine Termine, Adressen, Files zur Verfügung stellt. So brauche ich nicht auf MobileMe, Google Kalender und natürlich die kommende iCloud zurückzugreifen. Bis es jedoch so weit ist, muss ich einiges bewerkstelligen. Dazu gehört auch eine funktionierende IT-Infrastruktur.

Lion Server 10.7.0 ist (noch) ziemlich fehlerbehaftet. Ich würde im heutigen Zeitpunkt keinesfalls dieses System im geschäftlichen Umfeld einsetzen. Die einzelnen Dienste laufen nur unzuverlässig. Wenn sie mal laufen, sind Änderungen nachträglich nur schwer zu bewerkstelligen. Mir ist ehrlich gesagt schleierhaft, warum Apple so eine unausgereifte Software überhaupt ausgeliefert hat… Dieser Artikel wird immer wieder aktualisiert. Diese Aktualisierungen werden ich jeweils durch folgenden Tag markiert: [Update]. (Klicke auf “Mehr” unten links, um den Artikel zu lesen).

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NAS: Fehlerhafte Firmware (3.3.3) sorgt für Ärger

Es ist heute normal geworden, dass viele Geräte ein eigenes Betriebssystem und/oder eine Firmware mit sich bringen. Diese zentrale Software lässt sich von Zeit zu Zeit aktualisieren. Man kennt dies von Mobiltelefonen, Computern, Autos und teilweise sogar Nähmaschinen. Mit diesen Softwareupdates werden neue Funktionen freigeschaltet oder Fehler ausgemerzt. In manchen Fällen jedoch bringt ein Update keine erhofften Verbesserungen, sondern im schlimmsten Fall kann das Gerät nicht mehr richtig in Betrieb genommen werden.

Dieser Umstand scheint bei meiner NAS QNAP TS-210 mit der neusten Firmware 3.3.3 (Build 0928T) leider genau eingetroffen zu sein. Ständig verliert die Diskstation die Netzwerkverbindung und kann somit nicht mehr kontaktiert, geschweige den genutzt werden. Die Fehlermeldung ist gewohnt nichtssagend kurz: “Level:  Error – Network connection lost”.

Was hilft ist ein Reset (Miniknopf am Gerät lange gedrückt halten). Auf die Station lässt sich dann wieder zugreifen, jedoch muss die Netzwerkkonfiguration wieder eingestellt werden. Die NAS holt sich nach dem erfolgten Reset einfach die nächstbeste IP-Adresse aus dem internen Netz. Das Problem der Firmware 3.3.3. scheint also genau in der Netzwerkfunktion der NAS zu liegen. Sobald man die NAS nach dem Reset wieder so konfiguriert, dass man ihr eine fixe IP-Adresse reservieren möchte, kommen die Verbindungsabbrüche.

Probleme tritt dann auf

Es gibt aber zwei Lösungen, wie man trotzdem bei der fixen IP-Adresszuteilung bleiben kann.
Das Problem taucht nur auf, wenn beim Aufstarten der NAS eine externe USB-Festplatte am USB-Port hängt und im Adminmenü der NAS eine fixe IP-Adresse zugeteilt worden ist. Nach einem erfolgten Aufstart kann jedoch eine USB-Platte angehängt werden und die Netzabbrüche kommen nicht vor… Ist sehr unpraktisch, wenn die NAS automatisch nachts runterfährt und morgens wieder hochfährt…

Wer jedoch auch einen Router hat mit dem sich einem Gerät eine IP-Adresse zuteilen lässt, soll dies so machen. Das NAS-Gerät kann bei der IP-Einstellung automatisch die IP beziehen, bekommt aber die vom Router zugeteilte fixe IP. Somit tritt das Problem auch nicht auf.

Da mein Router diese Funktion nicht mit sich bringt, hat meine NAS nun 2 TB weniger Speicher. Ich hoffe, QNAP wird, wie versprochen, bald einen Fix herausbringen. So wird das auf Dauer nichts…

Bug: GoodReader für iPad lädt keine Dateien mehr…

Ich habe einen üblen Bug in meiner meist gebrauchten iPad-Anwendung gefunden. Der Fehler hat mich in schiere Verzweiflung gestürzt, weil ich mir nicht erklären konnte, warum eine Software, die bisher klaglos ihren Dienst verrichtete, plötzlich nicht mehr richtig funktionieren wollte.

Mit GoodReader kann ich direkt auf meine Server zugreifen und Dateien runter- und hochladen und betrachten. Gerade die NZZ und andere Titel lese ich ausschliesslich als PDF mit GoodReader. Nun musste ich plötzlich feststellen, dass die Software keine Dateien mehr runterladen wollte. Hier eine kleine Sammlung der Fehlermeldungen:

In anderen Fällen startete zwar der Download, jedoch blieb er einfach stehen. Nach einer Minute kam dann eine Time-Out-Warnung und die Serververbindung wurde gekappt. So ein Käse aber auch!

Eine Neuinstallation von GoodReader brachte nichts – ausser dass meine schöne PDF-Sammlung über den Jordan ging! 🙁

Im Zug stellte ich fest, dass ich über das 3G-Netz (UMTS) wunderbar auf meine Server zugreifen kann. Somit konnte ich das Problem weiter einkreisen. Im W-LAN scheint der Wurm zu sein!

Lag es an meinem Router? Auch dies konnte ich rasch ausschliessen, nachdem ich mehrere weitere Router testete und auch dort das Problem auftauchte.

Die Lösung
Die Lösung war dann wirklich trivial: Bluetooth! Sobald der Bluetooth-Dienst beim iPad eingeschaltet ist, stellt GoodReader den Dienst ein. Interessanterweise lässt sich dieses Problem bei anderen Anwendungen (iStorage HD, iDisk), die ich getestet habe, nicht beobachten.

Ich habe das Problem goodiware.com mal weitergeleitet…

NAS: Internetzugriff einstellen (Teil 4.2)

Dies ist die Fortsetzung vom Beitrag “NAS: Internetzugriff einstellen (Teil 4.1)“. Damit man mit einem Netzwerk von aussen in Kontakt treten kann, braucht man dazu die Netzwerkadresse (IP-Adresse). Unter Umständen ist diese Adresse dynamisch. Das bedeutet, dass sie von Zeit zu Zeit oder auch bei einem Routerneustart vom Internet Service Provider (ISP) neu zugeteilt werden kann. Somit kann erst dann wieder mit einem Gerät in Kontakt getreten werden, wenn diese Adresse bekannt ist.

Ein Dienst wie DynDNS.com ermöglicht es, dass ein Netzwerk(-gerät) trotz wechselnden IP-Adressen erreichbar bleibt. Ein weiterer Vorteil ist, dass nicht eine IP-Adresse gemerkt werden muss, sondern man kann dem Netzwerk eine gut merkbare Adresse zuordnen (bsp. meine-nas.dynalias.org).

Damit die Namensauflösung und IP-Weiterleitung funktioniert, muss mindestens ein Netzwerkgerät im heimischen Netz, DynDNS.com die IP-Adresse des ISP weiterleiten.

DynDNS Account einrichten

Zuerst muss aber auf DynDNS.com ein Account eingerichtet werden. Dieser Account ist gratis. Jedoch muss man monatlich bestätigen, dass man den Dienst weiterhin braucht. Wird auf das Mail nicht geantwortet, wird der Dienst abgeschaltet.

Hat man noch kein Konto, so geht man einfach auf “Free Domain Name” und gibt eine Wunschadresse ein. Mittlerweile gibt es verschiedene Adressendungen zur Auswahl. Klickt man auf den Knopf “Add”, so wird man mit dem Shopsystem verbunden.

Wie man sieht, wird für die Dienstleistung nichts verlangt. Der Dienst ist, so wir wir ihn einsetzen, gratis. Somit sind wir eigentlich fast fertig.

Ist das Konto registriert, muss nur noch sichergestellt werden, dass meine IP-Adresse mit dem Domainnamen verknüpft wird. In meinem DynDNS-Profil gibt es die Rubrik: MyHosts (MyServices->My Hosts). Dort kann nun die öffentliche IP registriert werden:

Ist alles korrekt konfiguriert, sieht das ganze wie oben aus. Hinweis: Weil nur ich Zugriff, auf meine Geräte haben möchte, habe ich meine Adressen eingeschwärzt…

Netzwerkgerät für DynDNS konfigurieren

Jetzt muss nur eingerichtet werden, dass DynDNS auch erfährt, wenn die IP-Adresse wechselt. Diverse Netzwerkgeräte haben in ihrem Systemmenü einen Punkt, wo die gegenwärtige IP-Adresse dem DynDNS-Dienst weitergereicht werden kann. Der Punkt wird meist “Dynamisches DNS” oder “DDNS” genannt. Meist ist diese Option im Adminmenü unter dem Punkt “Netzwerk” zu finden.

Dort muss nun einfach der korrekte Server (hier “dyndns.com”), der Benutzername mit Passwort und der Hostname (meinewunschadresse.dyndns-server.com) angegeben werden. Somit ist sichergestellt, dass die vergebene IP-Adresse stets im DynDNS-Profil aktuell gehalten wird. Info: Nur ein Gerät im heimischen Netzwerk muss eingestellt werden.

Ist alles korrekt eingerichtet, so gelange ich nun direkt zu den Diensten nach der Eingabe meiner eingerichteten Adresse meinewunschadresse.dyndns-server.com gelangen. Wenn ich für die Dienste Ports definiert habe, so muss ich diese ergänzen. Sieh dazu auch der Beitrag Internetzugriff einstellen (Teil 4.1). Dort habe ich ja bei Port 12007 den WebDAV-Dienst definiert. Um nun auf die freigestellten Ordner zugreifen zu können, muss ich als Adresse “meinewunschadresse.dyndns-server.com:12007” eingeben.

Abschluss

Dies ist der letzte Teil zu der Reihe NAS-Konfigurieren. Was noch fehlt wäre ein Kaptitel zur Einrichtung des NAS-Systems als Multimediasystem. Somit ist es mögich, im lokalen Netzwerk auf Musik- und Filmdateien zuzugreifen und diese überall abspielen zu lassen. Es ist dank speziellen Apps und der einrichtung eine DynDNS-Profils auch möglich, von unterwegs her das iPhone mit Daten zu befüllen.

NAS: Internetzugriff einstellen (Teil 4.1)

Einleitung / Wichtiger Hinweis

Ich zeige in dieser Anleitung, wie man ein NAS-System so konfiguriert, damit man auch vom Internet her auf die Daten zugreifen kann. Dies ist praktisch, wenn man auf einem lokalen Rechner eine Webseite betreibt, Daten von einem freigegebenen Ordner holen möchte oder auch ein Netzwerkgerät fernwarten möchte. Da dieses Thema komplex ist, habe ich es nochmals unterteilt. Dies ist also der 1. Teil dieser 4. Episode… 😉

Zu diesem Thema ist zu sagen, dass es relativ leicht ist, sein gesamtes heimisches Netzwerk oder einzelne Geräte daraus gegenüber dem Internet zu öffnen. Jedoch empfiehlt sich eine solche Öffnung grundsätzlich nicht, da unter Umständen Tür und Tor für Hackerangriffe geöffnet wird. Grundsätzlich ist euer Netzwerk standardmässig so eingerichtet, dass ihr Verbindung mit dem Internet aufnehmen könnt, umgekehrt ist dies nicht möglich. Dies steuert im Minimum eurer Router.

Eine absolut sichere Öffnung gegen aussen gibt es nicht. Man kann durch technische Massnahmen die Gefahr eines unrechtmässigen Zugriffs reduzieren. Dies gelingt zum einen mit einfachen Bordmitteln, die ich hier auch beschreibe. Aufwändiger und teurer wird dies durch eine zusätzliche, spezielle Hardware-Firewall und dem Zugriff mittels VPN-Verbindung. Für letztere beiden Massnahmen liefere ich aus zeitlichen Gründen keine Angaben. Wer aber soweit ist, eine spezielle Firewall (Link studerus.ch) anzuschaffen und sich ernsthaft Gedanken um VPN macht, wird bereits genügend Know-how haben, um diese Schritte erfolgreich zu bewältigen.

  • Ich weise nochmals ausdrücklich darauf hin, dass meine Angaben nur auf eigene Gefahr durchgeführt werden dürfen.

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