Lion Server (10.7): Erfahrungen und Hilfestellungen

Server-App-Installation und eine erste Warnung…

Meine Motivation einen eigenen Server betreiben zu wollen ist, dass ich nicht von einer Datenwolke abhängen möchte, sondern wenn möglich meine Daten auf der eigenen “Cloud”speichern möchte. So möchte ich einen Mac Server einsetzen, der meine Termine, Adressen, Files zur Verfügung stellt. So brauche ich nicht auf MobileMe, Google Kalender und natürlich die kommende iCloud zurückzugreifen. Bis es jedoch so weit ist, muss ich einiges bewerkstelligen. Dazu gehört auch eine funktionierende IT-Infrastruktur.

Lion Server 10.7.0 ist (noch) ziemlich fehlerbehaftet. Ich würde im heutigen Zeitpunkt keinesfalls dieses System im geschäftlichen Umfeld einsetzen. Die einzelnen Dienste laufen nur unzuverlässig. Wenn sie mal laufen, sind Änderungen nachträglich nur schwer zu bewerkstelligen. Mir ist ehrlich gesagt schleierhaft, warum Apple so eine unausgereifte Software überhaupt ausgeliefert hat… Dieser Artikel wird immer wieder aktualisiert. Diese Aktualisierungen werden ich jeweils durch folgenden Tag markiert: [Update]. (Klicke auf “Mehr” unten links, um den Artikel zu lesen).

“Lion Server (10.7): Erfahrungen und Hilfestellungen” weiterlesen

Wenn mal der Wurm drin ist… / Apple TV (2. Gen)

Anscheinend sind meine Geräte mit dem Apfel-Logo zur Zeit besonders anfällig. Über meinen iPod nano habe ich ja gerade kürzlich berichtet.

iMac Display getoastet
Letzte Woche hatte ich meinen iMac in Reparatur, weil sich in der oberen linken Bildschirmecke graue Flecken bemerkbar machten. Nach dem zweiten Reparaturversuch der Firma meines Vertrauens wurde das Display komplett ersetzt. Eine Arbeit die mit 926 Franken veranschlagt wurde… Zum Glück ging es auf Garantie. Das Problem wird übrigens im Support Forum von Apple ausführlich diskutiert. Scheint also ein bekanntes Problem zu sein. Hintergrund ist vermutlich das Netzteil. Es produziert zu viel Abwärme. Diese erzeugt im schlimmsten Fall einen Abdruck auf der Displayfolie (Einbrennen)… Nicht schön, sage ich euch.

iPhone im Koma
Es geht aber weiter mit meiner Pannenserie: Gestern auf einer längeren Autofahrt hat sich mein iPhone mit der Meldung “Mobiles Datennetzwerk konnte nicht aktiviert werden” gemeldet. Nach fünf Minuten kam eine weitere Meldung, dass das Gerät zurückgesetzt werden müsse. Seither startet es in einer ewigen Endlosschlaufe. Nein, das Gerät kann von iTunes nicht mehr wiederhergestellt werden. Diverse Versuche endeten mit dem Fehlercode “1002”. Auch mit dem DFÜ-Modus kam ich nicht weiter. Scheint nicht gerade meine Apfel-Zeit zu sein.

Apple TV (2. Gen)
Dabei habe ich so ein schöner Beitrag über das “Apple TV (2. Gen)” in der Pipeline. Ein Gerät, welches meines Erachtens völlig unterschätzt wird. Selbst von Apple wird es nur als “Hobby” bezeichnet. Dabei kann man auf einfachste Weise Musik, aber auch Filme streamen. Es bietet einen einfach Zugriff auf verschiedene Netzwerke, wie die MobileMe-Galerie, YouTube, Flickr, usw. Das coole ist, dass man sich bei diesen Netzwerken mit dem jeweilig vorhandenen Account einloggen kann. Somit stehen alle Favoriten und Sammlungen zur Verfügung. Endlich Simon’s Cat in HD auf dem Beamer geniessen!

Die eigene iTunes-Musiksammlung wird mit allen Medien griffbereit und kann abgerufen werden. Entweder man greift selbst vom Apple TV auf die gewünschten Medieninhalte zu oder man schickt sie via “Airplay” aufs Apple TV. Das klappt alles hervorragend. Natürlich auch mit einen vorhandenen iPad oder iPhone.

Filme vom iTunes Store lassen sich natürlich mit dem Apple TV besonders angenehm betrachten. Wer einen US-Account besitzt, kann sich aktuellste Filme legal und mit Orignalsprache runterladen und betrachten. Wer lieber synchronisierte Filme hat, holt sich die Filme über den lokalen iTunes Store.

Doch wo Licht ist, hat es auch Schatten… Negativ fällt die Fernbedienung auf. Muss man Passwörter beim ersten Einrichten eintippen, so kann dies mit der vorhandenen Lösung ziemlich nerven. Schön wäre es, wenn man das Apple TV mit einer Tastatur koppeln könnte. Ist das Teil jedoch mal eingerichtet, muss man praktisch nie mehr was eintippen.
Nächster Negativpunkt: Greift man über den Store auf Filme zu, so kann man diese nur leihen. Ein Kauf kann nur über den Computer abgewickelt werden.

Will man auf die eigene Mediensammlung zugreifen, muss zwingend ein Mac mit iTunes laufen. Es ist zur Zeit nicht möglich, auf eine NAS zuzugreifen.

Es scheint auch nicht möglich zu sein, das Apple TV über einen Mac zu konfigurieren…

Ansonsten ist das kleine Schwarze wirklich ein weiterer gelungener Wurf der Firma mit dem angebissenen Apfel im Logo. Es lohnt sich für alle, die ihre umfangreiche Sammlung mit iTunes verwalten.

Movies
Apple TV (2. Gen)

Bug: Readiris Pro 11.5 auf Mac installieren

Wer sich ein einen Multifunktionsdrucker kauft, freut sich nicht nur über die Scanfunktion, sondern auch darüber, dass eine Texterkennungssoftware mitgeliefert wird.

Wer sich ein Gerät von HP kauft, wird zusätzlich mit der Texterkennungssoftware Readiris Pro 11.5 belohnt. Mit dieser Software ist es möglich, dass gescannter Text erkannt und damit editierbar gemacht wird. Das kann ganz schön praktisch sein.

Blöd nur, wann man erwartungsvoll die CD-ROM einschiebt, das Installationsprogramm startet und folgende Absturzmeldung immer und immer wieder zu sehen bekommt:

Nein, auf diesem Weg komme ich zu keiner Texterkennung… In den weiten des Internets wird man wenig fündig. Doch irgendwo konnte ich unscheinbar einen Tipp entdecken und schwupp offenbarte sich mir eine ziemlich ungewöhnliche Lösung: Das Betriebssystem auf Englisch umschalten, neustarten und Installationsprogramm ausführen…

Tatsächlich. Auf wundersame Art und Weise wird das Programm doch ausgeführt und die Anwendung lässt sich installieren. Das beste ist, dass sich nach erneuter Umschaltung der Systemsprache zurück auf Deutsch das Programm auf Deutsch ausführen lässt…

Ein seltsamer Bug!

PS: Die beste Texterkennungsfunktion schafft es leider noch immer nicht, meine handschriftlichen Notizen in schön geschriebene Prosa zu verwandeln. Steve, mach was! 🙂

NAS: Internetzugriff einstellen (Teil 4.2)

Dies ist die Fortsetzung vom Beitrag “NAS: Internetzugriff einstellen (Teil 4.1)“. Damit man mit einem Netzwerk von aussen in Kontakt treten kann, braucht man dazu die Netzwerkadresse (IP-Adresse). Unter Umständen ist diese Adresse dynamisch. Das bedeutet, dass sie von Zeit zu Zeit oder auch bei einem Routerneustart vom Internet Service Provider (ISP) neu zugeteilt werden kann. Somit kann erst dann wieder mit einem Gerät in Kontakt getreten werden, wenn diese Adresse bekannt ist.

Ein Dienst wie DynDNS.com ermöglicht es, dass ein Netzwerk(-gerät) trotz wechselnden IP-Adressen erreichbar bleibt. Ein weiterer Vorteil ist, dass nicht eine IP-Adresse gemerkt werden muss, sondern man kann dem Netzwerk eine gut merkbare Adresse zuordnen (bsp. meine-nas.dynalias.org).

Damit die Namensauflösung und IP-Weiterleitung funktioniert, muss mindestens ein Netzwerkgerät im heimischen Netz, DynDNS.com die IP-Adresse des ISP weiterleiten.

DynDNS Account einrichten

Zuerst muss aber auf DynDNS.com ein Account eingerichtet werden. Dieser Account ist gratis. Jedoch muss man monatlich bestätigen, dass man den Dienst weiterhin braucht. Wird auf das Mail nicht geantwortet, wird der Dienst abgeschaltet.

Hat man noch kein Konto, so geht man einfach auf “Free Domain Name” und gibt eine Wunschadresse ein. Mittlerweile gibt es verschiedene Adressendungen zur Auswahl. Klickt man auf den Knopf “Add”, so wird man mit dem Shopsystem verbunden.

Wie man sieht, wird für die Dienstleistung nichts verlangt. Der Dienst ist, so wir wir ihn einsetzen, gratis. Somit sind wir eigentlich fast fertig.

Ist das Konto registriert, muss nur noch sichergestellt werden, dass meine IP-Adresse mit dem Domainnamen verknüpft wird. In meinem DynDNS-Profil gibt es die Rubrik: MyHosts (MyServices->My Hosts). Dort kann nun die öffentliche IP registriert werden:

Ist alles korrekt konfiguriert, sieht das ganze wie oben aus. Hinweis: Weil nur ich Zugriff, auf meine Geräte haben möchte, habe ich meine Adressen eingeschwärzt…

Netzwerkgerät für DynDNS konfigurieren

Jetzt muss nur eingerichtet werden, dass DynDNS auch erfährt, wenn die IP-Adresse wechselt. Diverse Netzwerkgeräte haben in ihrem Systemmenü einen Punkt, wo die gegenwärtige IP-Adresse dem DynDNS-Dienst weitergereicht werden kann. Der Punkt wird meist “Dynamisches DNS” oder “DDNS” genannt. Meist ist diese Option im Adminmenü unter dem Punkt “Netzwerk” zu finden.

Dort muss nun einfach der korrekte Server (hier “dyndns.com”), der Benutzername mit Passwort und der Hostname (meinewunschadresse.dyndns-server.com) angegeben werden. Somit ist sichergestellt, dass die vergebene IP-Adresse stets im DynDNS-Profil aktuell gehalten wird. Info: Nur ein Gerät im heimischen Netzwerk muss eingestellt werden.

Ist alles korrekt eingerichtet, so gelange ich nun direkt zu den Diensten nach der Eingabe meiner eingerichteten Adresse meinewunschadresse.dyndns-server.com gelangen. Wenn ich für die Dienste Ports definiert habe, so muss ich diese ergänzen. Sieh dazu auch der Beitrag Internetzugriff einstellen (Teil 4.1). Dort habe ich ja bei Port 12007 den WebDAV-Dienst definiert. Um nun auf die freigestellten Ordner zugreifen zu können, muss ich als Adresse “meinewunschadresse.dyndns-server.com:12007” eingeben.

Abschluss

Dies ist der letzte Teil zu der Reihe NAS-Konfigurieren. Was noch fehlt wäre ein Kaptitel zur Einrichtung des NAS-Systems als Multimediasystem. Somit ist es mögich, im lokalen Netzwerk auf Musik- und Filmdateien zuzugreifen und diese überall abspielen zu lassen. Es ist dank speziellen Apps und der einrichtung eine DynDNS-Profils auch möglich, von unterwegs her das iPhone mit Daten zu befüllen.

NAS: Internetzugriff einstellen (Teil 4.1)

Einleitung / Wichtiger Hinweis

Ich zeige in dieser Anleitung, wie man ein NAS-System so konfiguriert, damit man auch vom Internet her auf die Daten zugreifen kann. Dies ist praktisch, wenn man auf einem lokalen Rechner eine Webseite betreibt, Daten von einem freigegebenen Ordner holen möchte oder auch ein Netzwerkgerät fernwarten möchte. Da dieses Thema komplex ist, habe ich es nochmals unterteilt. Dies ist also der 1. Teil dieser 4. Episode… 😉

Zu diesem Thema ist zu sagen, dass es relativ leicht ist, sein gesamtes heimisches Netzwerk oder einzelne Geräte daraus gegenüber dem Internet zu öffnen. Jedoch empfiehlt sich eine solche Öffnung grundsätzlich nicht, da unter Umständen Tür und Tor für Hackerangriffe geöffnet wird. Grundsätzlich ist euer Netzwerk standardmässig so eingerichtet, dass ihr Verbindung mit dem Internet aufnehmen könnt, umgekehrt ist dies nicht möglich. Dies steuert im Minimum eurer Router.

Eine absolut sichere Öffnung gegen aussen gibt es nicht. Man kann durch technische Massnahmen die Gefahr eines unrechtmässigen Zugriffs reduzieren. Dies gelingt zum einen mit einfachen Bordmitteln, die ich hier auch beschreibe. Aufwändiger und teurer wird dies durch eine zusätzliche, spezielle Hardware-Firewall und dem Zugriff mittels VPN-Verbindung. Für letztere beiden Massnahmen liefere ich aus zeitlichen Gründen keine Angaben. Wer aber soweit ist, eine spezielle Firewall (Link studerus.ch) anzuschaffen und sich ernsthaft Gedanken um VPN macht, wird bereits genügend Know-how haben, um diese Schritte erfolgreich zu bewältigen.

  • Ich weise nochmals ausdrücklich darauf hin, dass meine Angaben nur auf eigene Gefahr durchgeführt werden dürfen.

“NAS: Internetzugriff einstellen (Teil 4.1)” weiterlesen