Browser-Tipp: Schrift permanent grösser haben

Das Arbeiten mit Grossbildmonitoren (24″, 27″ oder grösser) ist schon toll. Die hohe Auflösung, welches Full-HD bei weitem übersteigt, führen zu einem riesigen Bild ohne sichtbaren Pixel. Der Nachteil ist jedoch, dass das Schriftbild im Browser Safari in vielen Fällen (für mich) einfach zu klein ist. Das Schriftbild lässt sich zwar mit einer Tastenkombination vergrössern. Dies bei fast jedem Seitenaufruf tun zu müssen, ist auf die Dauer nervig. Es gibt jedoch Strategien, wie man die Browserfenster dauerhaft in einer angenehmen Zoom-Grösse starten kann.

Safari:
Man erstellt eine css-Datei, welche das Browserfenster automatisch vergrössert. Die ist ganz einfach. Man erstellt mit einem Texteditor (bsp. Textedit) eine einfache Datei mit dem Inhalt:

body {zoom: 117%;}

Diese Datei wird nun unter dem Namen MeinZoom.css abgespeichert. Diese Datei wird nun an einem bestimmten Ort abgespeichert. Wird Safari gestartet kann unter “Einstellungen” – “Erweitert” im Menüpunkt “Style-Sheet” diese Datei ausgewählt werden. Dies bewirkt nun, dass alle Seiten vergrössert dargestellt werden. Man kann diesen Wert natürlich beliebig verändern.

Chrome:
Hier geht es noch einfacher. Einfach auf “Einstellungen” gehen, dann “Details” und unter “Web-Content” den Seitenzoom entsprechend auswählen:

Firefox:
Da kann einem das Add-On “Zoom Page” helfen (Link).

Anmerkung: Es gibt ein paar wenige Seiten, bei denen können durch diese Vergrösserungen Darstellungsfehler auftreten. In diesen seltenen Fällen, kann man sich mit der bekannten Tastenkombination (Apfel UND -) einfach die Seite verkleinern lassen.

 

Wichtiges Update aller Seiten

Alle von mir verwalteten Seiten wurde mit einem wichtigen Update ausgestattet. Unter anderem wurde auch das wichtigste Werkzeug gegen Spamkommentare entfernt, bzw. ersetzt. Hintergrund dazu liefert ein Artikel auf wordpress-deutschland.org [direkter Link zum Beitrag]. Da ich kein Rechtsanwalt bin, wollte ich auf Nummer sicher gehen und habe das Plug-In auf sämtlichen Seiten entfernt. Ich habe dafür ein alternatives Programm gefunden und überall installiert. Die nächsten Tage und Wochen werden zeigen, ob es auch so gut arbeitet, wie sein äusserst zuverlässiger Vorgänger.

Für weitere Fragen stehe ich euch gerne zur Verfügung.

[Update] iPhone erstellt Bewegungsprofil

Hintergrund
Apple hat durch eine undokumentierte Funktion unfreiwillig für Schlagzeilen gesorgt. Es geht darum, dass ein iPhone mit iOS 4 und höher regelmässig in einer Datei notiert, wo sich das Gerät gerade aufhält. Diese Aufzeichnung läuft immer, auch wenn die Ortungs-Funktion (z.B. GPS) ausgeschaltet ist. Als Referenz nimmt sich das Gerät die Mobilfunk-Antennen-Daten.

Dieser Umstand wurde von zwei Sicherheitsforschern am Mittwoch auf guardian.co.uk [Link engl.] der Öffentlichkeit vorgestellt. Auf der Seite [Link engl.] von einem der Entwickler lässt sich ein Demostrations-Programm runterladen. Dieses Programm greift auf die lokalen Backupdateien zu, die iTunes nach jeder Synchronisation mit dem iPhone anlegt. In diesem Backupcontainer liegt auch das File mit den Bewegungspunkten.

Wo liegt das Problem?
Das grösste Problem liegt darin, dass ein umfassendes Bewegungsprofil auf dem Computer und dem iPhone abgelegt wird, welches sehr einfach ausgelesen werden kann. Problematisch ist, dass Apple darauf nicht hinweist.

Es ist ein leichtes, ein Programm zu schreiben, welches diese Daten auswertet, hat man physischen Zugriff auf den Synchronisation-Rechner oder das Mobiltelefon.

Man könnte auch gezielt Trojaner schreiben, welche diese Daten weiterverarbeiten und -verschicken.

Auch könnte ein neugieriger Chef von seinem Aussendienstmitarbeiter einen interessanten Einblicke bekommen,  wenn dieser sein iPhone mit einem Firmenrechner abgleicht. Nicht zu vergessen ein eifersüchtiger Ehepartner, um mal ein anderes Klischee zu bedienen… ;-)

Natürlich erstellt auch der Service-Provider, wie bsp. die Swisscom, so ein Profil. Diese Daten unterstehen aber dem gesetzlich verordneten Datenschutz. Der Provider hat die Aufgabe, diese Daten gegen aussen zu schützen. Nur Behörden mit einer gerichtlichen Verfügung, können an diese Daten gelangen. Diesen Aufwand kann man sich nun sparen, indem man einfach ein Gerät klaut.

Selbstversuch
Auch ich habe nun probiert, ob sich die Daten bei mir auslesen lassen. Das geht gut und ist auch faszinierend anzugucken. Im Bild unten sieht man meine Trackingpunkte in der Stadt Zürich. Alle Bewegung ab dem 24. Juni 2010 bis heute wurden von meinem iPhone brav aufgezeichnet. Die Entwickler haben das Programm jedoch so gestaltet, dass die Trackingpunkte in einem groben Raster angelegt werden. Natürlich sind die einzelnen Datensätze mit einer wesentlich genaueren Auflösung abgelegt. Eine FAQ-Auflistung mit vielen Zusatzinformationen kann hier eingesehen werden [Link engl.].

Das grosse Problem dieser undokumentierten Funktion ist, dass die Daten über mehrere Monate gesammelt werden. Warum Apple dies so macht, ist nicht klar.

Lösung für stationäre Computer
Damit niemand auf die Backupdaten von iTunes zugreifen kann, empfiehlt es sich, iTunes anzuweisen, die Backupsätze zu verschlüsseln. Das geht ganz einfach. Im iTunes Optionenmenü des Geräts muss einfach die Option “iPhone-Backup verschlüsseln” angewählt werden.

Wird die Funktion iPhone-Backup verschlüsseln aktiviert, kann nun auf den Backup-Container mit den enthaltenen Ortungs-Daten nicht mehr einfach zugegriffen werden. [Update] Dies stimmt so nicht. Beachte dazu den zweitletzten Abschnitt in diesem Beitrag!

Lösung für das iPhone (Es gibt keine)
Meines Erachtens gibt es keine Lösung, wie man das iPhone absichern kann, beziehungsweise die Log-Funktion ausschalten kann. Das Loggen der Bewegungsdaten lässt sich in keinem Menü deaktivieren. Diese Funktion hat nämlich mit der allgemeinen Einstellung der Ortungsdiensten überhaupt nichts zu tun.

Im Netz hört man oft auch den Lösungsvorschlag, die Seite “http://oo.apple.com” zu besuchen. Dieses “Opt-out” hat jedoch nur mit der Werbung zu tun. Damit kann man Apple [Link: Supportdokument Opt-out] die Zustimmung verweigern, dass Werbepartner personalisierte Werbung über iAds zusenden dürfen.

Es gibt bereits eine App [Link apt.thebigboss.org], mit der sich die Tracking-Funktion deaktivieren lässt. Dafür muss man aber sein iPhone vorher “jailbreaken”. So eine Lösung fällt aber meines Erachtens unter die Rubrik “das Kind mit dem Bade ausschütten”…

[Update] Backupverschlüsselung fragwürdig
Wie fscklog.com heute schreibt, ist die iTunes Backupverschlüsselung auch nicht das gelbe im Ei. Wird diese nämlich aktiviert, wird die hardwareseitige Verschlüsselung des iOS-Gerätes deaktiviert. Somit lassen sich auf dem iPhone/iPad/iPod Touch hintergelegte Passwörter, welche im Schlüsselbund abgespeichert sind, auslesen. Der genaue Vorgang kann im Link zu fscklog.com nachgelesen werden.

Was meint eigentlich Apple zu dieser Sache?
Apple hat sich gegenüber den Sicherheitsexperten oder den Medien nicht geäussert. [Update] Ein endgültiges Fazit zu dieser Sache lässt sich erst ziehen, wenn sich der Konzern zur Sache geäussert hat. Dies wird unweigerlich geschehen, da die Presse breit über diesen Umstand berichtet hat.

Bug: Readiris Pro 11.5 auf Mac installieren

Wer sich ein einen Multifunktionsdrucker kauft, freut sich nicht nur über die Scanfunktion, sondern auch darüber, dass eine Texterkennungssoftware mitgeliefert wird.

Wer sich ein Gerät von HP kauft, wird zusätzlich mit der Texterkennungssoftware Readiris Pro 11.5 belohnt. Mit dieser Software ist es möglich, dass gescannter Text erkannt und damit editierbar gemacht wird. Das kann ganz schön praktisch sein.

Blöd nur, wann man erwartungsvoll die CD-ROM einschiebt, das Installationsprogramm startet und folgende Absturzmeldung immer und immer wieder zu sehen bekommt:

Nein, auf diesem Weg komme ich zu keiner Texterkennung… In den weiten des Internets wird man wenig fündig. Doch irgendwo konnte ich unscheinbar einen Tipp entdecken und schwupp offenbarte sich mir eine ziemlich ungewöhnliche Lösung: Das Betriebssystem auf Englisch umschalten, neustarten und Installationsprogramm ausführen…

Tatsächlich. Auf wundersame Art und Weise wird das Programm doch ausgeführt und die Anwendung lässt sich installieren. Das beste ist, dass sich nach erneuter Umschaltung der Systemsprache zurück auf Deutsch das Programm auf Deutsch ausführen lässt…

Ein seltsamer Bug!

PS: Die beste Texterkennungsfunktion schafft es leider noch immer nicht, meine handschriftlichen Notizen in schön geschriebene Prosa zu verwandeln. Steve, mach was! :-)

NAS: Fehlerhafte Firmware (3.3.3) sorgt für Ärger

Es ist heute normal geworden, dass viele Geräte ein eigenes Betriebssystem und/oder eine Firmware mit sich bringen. Diese zentrale Software lässt sich von Zeit zu Zeit aktualisieren. Man kennt dies von Mobiltelefonen, Computern, Autos und teilweise sogar Nähmaschinen. Mit diesen Softwareupdates werden neue Funktionen freigeschaltet oder Fehler ausgemerzt. In manchen Fällen jedoch bringt ein Update keine erhofften Verbesserungen, sondern im schlimmsten Fall kann das Gerät nicht mehr richtig in Betrieb genommen werden.

Dieser Umstand scheint bei meiner NAS QNAP TS-210 mit der neusten Firmware 3.3.3 (Build 0928T) leider genau eingetroffen zu sein. Ständig verliert die Diskstation die Netzwerkverbindung und kann somit nicht mehr kontaktiert, geschweige den genutzt werden. Die Fehlermeldung ist gewohnt nichtssagend kurz: “Level:  Error – Network connection lost”.

Was hilft ist ein Reset (Miniknopf am Gerät lange gedrückt halten). Auf die Station lässt sich dann wieder zugreifen, jedoch muss die Netzwerkkonfiguration wieder eingestellt werden. Die NAS holt sich nach dem erfolgten Reset einfach die nächstbeste IP-Adresse aus dem internen Netz. Das Problem der Firmware 3.3.3. scheint also genau in der Netzwerkfunktion der NAS zu liegen. Sobald man die NAS nach dem Reset wieder so konfiguriert, dass man ihr eine fixe IP-Adresse reservieren möchte, kommen die Verbindungsabbrüche.

Probleme tritt dann auf

Es gibt aber zwei Lösungen, wie man trotzdem bei der fixen IP-Adresszuteilung bleiben kann.
Das Problem taucht nur auf, wenn beim Aufstarten der NAS eine externe USB-Festplatte am USB-Port hängt und im Adminmenü der NAS eine fixe IP-Adresse zugeteilt worden ist. Nach einem erfolgten Aufstart kann jedoch eine USB-Platte angehängt werden und die Netzabbrüche kommen nicht vor… Ist sehr unpraktisch, wenn die NAS automatisch nachts runterfährt und morgens wieder hochfährt…

Wer jedoch auch einen Router hat mit dem sich einem Gerät eine IP-Adresse zuteilen lässt, soll dies so machen. Das NAS-Gerät kann bei der IP-Einstellung automatisch die IP beziehen, bekommt aber die vom Router zugeteilte fixe IP. Somit tritt das Problem auch nicht auf.

Da mein Router diese Funktion nicht mit sich bringt, hat meine NAS nun 2 TB weniger Speicher. Ich hoffe, QNAP wird, wie versprochen, bald einen Fix herausbringen. So wird das auf Dauer nichts…