Lion Server Profilmanager: Gerät wird nicht hinzugefügt

Hintergrund
Ich habe mein iPhone 4s umtauschen müssen. Durch den Gerätewechsel (alte SIM-Karte ins Tauschgerät), funktionierte der Profilmanager plötzlich nicht mehr. In der Konsole des Servers tauchte auch plötzlich folgende Meldung auf:

ProfileManager[462]: ActiveRecord::StatementInvalid (PGError: ERROR:  duplicate key value violates unique constraint "devices_ICCID_key" 
DETAIL:  Key ("ICCID")=(0000 0000 0000 0000 0000) already exists.

Hinweis: ICCID-Nummer lautete natürlich nicht 0000 0000 0000 0000 0000! 

Die Folge ist, dass das neue Gerät nicht korrekt in den Profilmanager hinzugefügt werden kann. Zu erkennen ist dies unter anderem auch daran, dass der Gerätenamen falsch angeben wird (bsp. “iPhone” oder “NewDevice”). Der Profilmanager versucht dauert Informationen einzuholen, dies gelingt ihm nicht…

Fehlerhafter Eintrag in der PostgreSQL-Datenbank
Informationen über Geräte und Benutzer werden vom Profil Manager in einer PostgreSQL-Datenbank abgelegt. Da nur mein Gerät getausch wurde, jedoch nicht meine SIM-Karte gab es ein Konflikt. Denn das “alte” Gerät wurde in der Datenbank mit der ICCID-Nummer meiner SIM-Karte verknüpft. Als ich nun mit der selben SIM-Karte ein weiteres Gerät verknüpfen wollte, kam es zum Konflikt… Komisch nur, dass dies mit meinen iPads nie vorgekommen ist. Diese teilen sich nämlich auch ständig eine SIM-Karte… Auf jeden Fall musste nun dieser Konflikt in der PostgreSQL-Datenbank gelöst werden. Diese ist zum Glück ähnlich aufgebaut wie eine mySQL-Datenbank.

Lösung
Am einfachsten klappt dies übers Terminal. In einem ersten Schritt nimmt man Kontakt mit der Datenbank auf:

sudo -u _devicemgr psql device_management

Nun wird dafür gesorgt, dass alles Detail sauber ausgegeben werden:

\x on;

Nun wird nach unserer ICCID-Nummer gesucht:

SELECT * FROM devices WHERE "ICCID" LIKE '0000 0000 0000 0000 0000';

Natürlich geben wir hier nicht die vielen Nullen ein, sondern exakt die ICCID-Nummer, welche die Konsole ständig ausgibt! Nun wird eine lange Liste ausgegeben mit vielen Informationen. Wenn ja, sind wir auf der richtigen Spur. Nun mit der Enter-Taste so lange bestätigen bis wir wieder bei der Befehlseingabe angelangt sind…

Nun wird der entsprechende Eintrag durch folgenden Befehl gelöscht:

DELETE FROM devices WHERE "ICCID" LIKE '0000 0000 0000 0000 0000';

Mit dem Befehl “exit” wird die PostgreSQL-Verbindung im Terminal verlassen. Damit der Serverdienst auch wirklich neu arbeitet. Stoppen wir PostgreSQL und starten ihn anschliessend neu. Dies wird folgendermassen im Terminal gleich gemacht:

sudo serveradmin stop postgres
sudo serveradmin start postgres

Um zu prüfen, ob der Serverdienst normal läuft, geben wir noch folgendes ein:

sudo serveradmin fullstatus postgres

Ist alles ok, gibt das Terminal folgendes aus:

postgres:dataDirHasBeenInitialized = yes
postgres:PG_VERSION = "9.0.5"
postgres:dataDir = "/var/pgsql"
postgres:postgresIsResponding = yes
postgres:dataDirIsDirectory = yes
postgres:PGserverVersion = 90005
postgres:dataDirExists = yes
postgres:setStateVersion = 1
postgres:state = "RUNNING"

Jetzt noch den Profilmanager aus-, bezüglich einschalten und das Pushen sollte wieder gehen.

Lion Server: Profilmanager

Lion Server bietet fürs Geld einiges, fordert aber vom User einiges an Lehrgeld ein. Die vielen Kommentare in meinem ersten Artikel über Lion Server belegen dies eindrücklich. Auch ich spürte in dieser Woche mal wieder brutal, wie es ist, wenn der Server einfach Dienste deaktiviert, die sich dann nicht mehr aktivieren lassen. In meinem Fall half ein Neustart mit dem Zurücksetzen des Parameter Speicher….

In diesem Kapitel geht es um eine tolle Funktion, welche mir der Dienst Profilmanager bietet: Webclips. Damit lässt sich das iOS-System komfortabler bedienen. Wer sich beispielsweise nervt, dass man mehrere Fingerklicks benötigt, um den Flugmodus an- oder auszuschalten, soll unbedingt weiterlesen. Weiterlesen

Lion Server: Mailserver einrichten

Eigentlich scheint die Einrichtung ganz einfach zu sein: Einfach in der Server.app den Dienst “Mail” einschalten und fertig. Doch so einfach gestaltet sich die Sache nun doch wieder nicht… Übrigens habe ich für diese erneute Konfiguration vorher per SuperDuper meinen Server komplett auf eine Image-Datei gespiegelt. Falls etwas schiefgehen sollte, kann ich ohne grosse Neukonfiguration auf diese Image-Datei zurückgreifen.

Den Router öffnen
Zur Vorbereitung muss nämlich der Router vorbereitet werden. Es müssen weitere Ports auf den Lion Server weitergeleitet werden. Dies sind die Ports 25, 143 und 587. Mit Port 25 werden die Mails an die Serverkonten verschickt. Port 587 muss für die verschlüsselte Mailkommunikation geöffnet werden. Interesanterweise gebraucht Apple statt Port 993 den Port 143 um IMAP-Verbindungen aufzubauen. Auch diese Verbindung ist verschlüsselt.

SMTP server response: 501
Ich testete gleich mal die Mailfunktion über webmail. Doch das erste Mail wollte sich schon mal nicht versenden lassen  (“SMTP server response: 501 5.5.4 Invalid Address”). Als ich dann in den Webmaileinstellungungen rumsuchte, fand ich plötzlich heraus, dass meine vom Lion Server automatisch für den Benutzer vergebene Mailadresse nicht stimmen kann. Sie lautete in etwas so: Peter Muster(a)onurbnet.dnsalias.com. Als ich den Abstand zwischen dem Vor- und dem Nachnamen löschte, bzw. ein Sonderzeichen einsetzte. Ging das Mail verschicken! Auf das muss man ja mal kommen.

Einrichten der Mailclients
Wenn nun über Webmail mal sichergestellt wurde, dass sich Mails tatsächlich verschicken und empfangen lassen, kann damit begonnen werden, einen Mailclient einzurichten. Dafür braucht man folgende Angaben:

  • Benutzernamen mit Passwort
  • Serveradresse (onurbnet.dnsalias.com)
  • eingehende Mails: onurbnet.dnsalias.com (Port 143)
  • ausgehende Mails: onurbnet.dnsalias.com (Port 587)
  • Authentifizierung: MD5 Challange Response
Gerade bei den Serverangaben ist es mir ein wenig komisch vorgekommen, kein “Mail” oder “SMTP” voranzustellen. Aber es klappt nur, wenn man wirklich den Hostnamen angibt. Vergewissert euch auch, dass die Port-Zuweisungen stimmen. Bei mir war der der Ausgangsserver plötzlich wieder auf Port 993… Na ja.
Auf jeden Fall funktioniert der Mailserver ohne Einschränkung.

Lion Server: Der Podcast-Dienst

Der Lion Server im Alltag
Mein Mac Mini, welcher mit Mac OS Lion Server (10.7.1) betrieben wird, schlägt sich nun ganz wacker. Insbesondere der iCal-Dienst hat sich im Alltag sehr gut bewährt. Kein MobileMe mehr! Die Adress- und Terminsynchronisation läuft über meine eigene IT-Infrastruktur und zwar perfekt! Das selbe gilt für Wiki-, Web-, VPN- und Profil-Manager-Dienste. Auch die Dateifreigaben läuft im eigenen, lokalen Netzwerk gut. Jedoch übers Internet hapert es da und dort noch, wenn die Verbindung nicht über VPN läuft…
Aus diesem Grund konnte ich mich mal mit etwas völlig anderem beschäftigen: Mit dem Podcast-Server… Falls dieser Text für einige schon wieder zu lange ist, kann man einfach dieses Symbol (Podcastsymbol)auf der Seitenleiste anklicken und schon hat man eine Vorstellung, um was es gehen könnte… :-)

Kurz: Funktionsweise eines Podcast
Ein Podcast bietet eine Serie von Audio- oder Videosequenzen an. Er lässt sich über eine spezielle Abonnements-Software abonnieren. iTunes eignet sich dafür sehr gut. Im Bereich “Podcasts” im “iTunes Store” kann gratis auf ein umfangreiches Angebot zugegriffen werden.

Screenshot Podcast-Angebot auf iTunes

Screenshot: Podcast-Angebot auf iTunes

Diese angebotene Medieninhalte werden nicht auf den iTunes-eigenen Servern (iTunes Store) gespeichert, sondern sind nur ein Verweis (Newsfeed) zur angebotenen Datei. Die eigentlichen Mediendateien werden vom Podcast-Anbieter auf seinem eigenen Server zur Verfügung gestellt. Mit Hilfe von iTunes lässt sich ein bestimmter Podcast abonnieren. iTunes weist den Anwender darauf hin, wenn ein Podcast-Produzent einen Inhalt zur Verfügung stellt und auf Wunsch lässt sich dieser in die lokale iTunes Mediathek runtergeladen.
Auf diese Weise lassen sich heute bequem Radio- oder Fernsehprogramm öffentlicher Anstalten, aber auch privater Anbieter angucken. Auch können diese Inhalte bequem auf einen iPod oder iPhone oder anderem Abspielgerät synchronisiert werden.

Eigene Inhalte veröffentlichen
Gerade im Unterrichtsbereich kann es durchaus nützlich sein, Medieninhalte ortsunabhängig zur Verfügung zu stellen (Siehe auch iTunes U). Aber auch im Musikbereich kann es spannend sein, eigene Clips einem Publikum zur Verfügung zu stellen. Somit braucht man grosse Dateien nicht per Mail- oder Fileserver rumzuschicken. Auch müssen die Dateien keinem Drittanbieter übergeben werden (bsp. mx3.ch) Bekannten schickt man einfach den “Feed”-Link, mit dem sich über iTunes das Angebot abonnieren lässt. Will man, dass dieser “Feed” auch vom iTunes Store gelistet wird, muss einfach einen Antrag an Apple gestellt werden. Dies habe ich allerdings nicht gemacht, da ich meine Angebote nur einem begrenzten Kreis anbieten möchte (den Besucherinnen und Besucher dieses Blogs).

In meinem eigenen Demo-Podcastprojekt stelle ich eine Auswahl Logic-Projekte zur Verfügung, die sich während der letzten Jahren meiner Tätigkeit angesammelt haben. Die Tracks demonstrieren gewisse Funktionen von Garageband oder Logic und/oder wurden bei Filmprojekten als Soundtrack eingesetzt. Hier sollen sie nun als Testmedien-Dateien herhalten.

Audiodatei “ver-postcasten”
Eine Podcast-Folge ist nichts anderes als eine Video- oder Audio-Datei. Mit Hilfe einer speziellen Software wird diese Datei an den Podcast-Server gesendet. In meinem Fall ist dies die Software “Podcast-Publisher”. Vorher habe ich im Lion Server, den entsprechenden Dienst “Podcast” aktiviert und einen Adminstrator aus der bestehenden Benutzerliste des Servers dafür definiert. Damit die Folgen auch von allen eingesehen werden können, muss in den “Einstellungen” der Zugriff “Alle” definiert werden:

Nun muss nur noch mit der Software “Podcast-Publisher” eine Audio- oder Videodatei erstellt werden. In meinem Fall nehme ich die mit Logic erstellte ACC-Datei und lasse sie einfach über “Medien importieren…” einlesen…

Nach dem erfolgreichen Importieren erscheint auf der virtuellen Korkwand eine neue “Postkarte”:

Wird auf den neu erstellten Eintrag geklickt, kann man im geöffneten Fenster unten rechts auf “Bereitstellen” klicken und schon wird die Datei auf den Server übertragen:

Ach ja: Die Servereinstellungen sind echt rudimentär und somit einfach:

Einfach die lokale IP-Adresse des Servers eintragen. Den gewählten Podcast-Administrator mit dessen Passwort und schon ist es geschafft.

Nach dem erfolgreichen Übertragen wird noch ein Fenster geöffnet, welches nachfragt, ob man den Podcast gleich ankündigen möchte. Bestätigt man dies, so öffnet sich der Mail-Klient mit einer vorgefertigten Nachricht, welche sich nun an beliebige Empfänger verschicken lässt…

In einem nächsten Schritt suche ich nach einer Lösung, wie ich diese Standard-Nachricht noch ins Deutsche übersetzen kann… ;-)

Klickt nun eine Empfängerin oder ein Empfänger meiner Nachricht auf den Link, so wird automatisch iTunes geöffnet und mein Podcast abonniert. Die erste Datei wird nun automatisch heruntergeladen. Die restlichen “Folgen” bleiben auf meinem Server. Auf Wunsch lassen sich diese aber nachladen:

Auf diese Weise kann man nun einfach meine Podcast-Angebote verfolgen… Die angebotenen Dateien werden, wie gesagt, auf dem Mac Mini Server verwaltet und werden von dort automatisch von iTunes bezogen. Funktioniert tadellos! :-)

Lion Server (10.7): Erfahrungen und Hilfestellungen

Server-App-Installation und eine erste Warnung…

Meine Motivation einen eigenen Server betreiben zu wollen ist, dass ich nicht von einer Datenwolke abhängen möchte, sondern wenn möglich meine Daten auf der eigenen “Cloud”speichern möchte. So möchte ich einen Mac Server einsetzen, der meine Termine, Adressen, Files zur Verfügung stellt. So brauche ich nicht auf MobileMe, Google Kalender und natürlich die kommende iCloud zurückzugreifen. Bis es jedoch so weit ist, muss ich einiges bewerkstelligen. Dazu gehört auch eine funktionierende IT-Infrastruktur.

Lion Server 10.7.0 ist (noch) ziemlich fehlerbehaftet. Ich würde im heutigen Zeitpunkt keinesfalls dieses System im geschäftlichen Umfeld einsetzen. Die einzelnen Dienste laufen nur unzuverlässig. Wenn sie mal laufen, sind Änderungen nachträglich nur schwer zu bewerkstelligen. Mir ist ehrlich gesagt schleierhaft, warum Apple so eine unausgereifte Software überhaupt ausgeliefert hat… Dieser Artikel wird immer wieder aktualisiert. Diese Aktualisierungen werden ich jeweils durch folgenden Tag markiert: [Update]. (Klicke auf “Mehr” unten links, um den Artikel zu lesen).

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