Lion Server: Profilmanager

Lion Server bietet fürs Geld einiges, fordert aber vom User einiges an Lehrgeld ein. Die vielen Kommentare in meinem ersten Artikel über Lion Server belegen dies eindrücklich. Auch ich spürte in dieser Woche mal wieder brutal, wie es ist, wenn der Server einfach Dienste deaktiviert, die sich dann nicht mehr aktivieren lassen. In meinem Fall half ein Neustart mit dem Zurücksetzen des Parameter Speicher….

In diesem Kapitel geht es um eine tolle Funktion, welche mir der Dienst Profilmanager bietet: Webclips. Damit lässt sich das iOS-System komfortabler bedienen. Wer sich beispielsweise nervt, dass man mehrere Fingerklicks benötigt, um den Flugmodus an- oder auszuschalten, soll unbedingt weiterlesen. Weiterlesen

Lion Server: Mailserver einrichten

Eigentlich scheint die Einrichtung ganz einfach zu sein: Einfach in der Server.app den Dienst “Mail” einschalten und fertig. Doch so einfach gestaltet sich die Sache nun doch wieder nicht… Übrigens habe ich für diese erneute Konfiguration vorher per SuperDuper meinen Server komplett auf eine Image-Datei gespiegelt. Falls etwas schiefgehen sollte, kann ich ohne grosse Neukonfiguration auf diese Image-Datei zurückgreifen.

Den Router öffnen
Zur Vorbereitung muss nämlich der Router vorbereitet werden. Es müssen weitere Ports auf den Lion Server weitergeleitet werden. Dies sind die Ports 25, 143 und 587. Mit Port 25 werden die Mails an die Serverkonten verschickt. Port 587 muss für die verschlüsselte Mailkommunikation geöffnet werden. Interesanterweise gebraucht Apple statt Port 993 den Port 143 um IMAP-Verbindungen aufzubauen. Auch diese Verbindung ist verschlüsselt.

SMTP server response: 501
Ich testete gleich mal die Mailfunktion über webmail. Doch das erste Mail wollte sich schon mal nicht versenden lassen  (“SMTP server response: 501 5.5.4 Invalid Address”). Als ich dann in den Webmaileinstellungungen rumsuchte, fand ich plötzlich heraus, dass meine vom Lion Server automatisch für den Benutzer vergebene Mailadresse nicht stimmen kann. Sie lautete in etwas so: Peter Muster(a)onurbnet.dnsalias.com. Als ich den Abstand zwischen dem Vor- und dem Nachnamen löschte, bzw. ein Sonderzeichen einsetzte. Ging das Mail verschicken! Auf das muss man ja mal kommen.

Einrichten der Mailclients
Wenn nun über Webmail mal sichergestellt wurde, dass sich Mails tatsächlich verschicken und empfangen lassen, kann damit begonnen werden, einen Mailclient einzurichten. Dafür braucht man folgende Angaben:

  • Benutzernamen mit Passwort
  • Serveradresse (onurbnet.dnsalias.com)
  • eingehende Mails: onurbnet.dnsalias.com (Port 143)
  • ausgehende Mails: onurbnet.dnsalias.com (Port 587)
  • Authentifizierung: MD5 Challange Response
Gerade bei den Serverangaben ist es mir ein wenig komisch vorgekommen, kein “Mail” oder “SMTP” voranzustellen. Aber es klappt nur, wenn man wirklich den Hostnamen angibt. Vergewissert euch auch, dass die Port-Zuweisungen stimmen. Bei mir war der der Ausgangsserver plötzlich wieder auf Port 993… Na ja.
Auf jeden Fall funktioniert der Mailserver ohne Einschränkung.

Hallo Siri!


Links Verpackung iPhone 4S - Rechts iPhone 4. Danke Briefträger! :-)

Links Verpackung iPhone 4S - Rechts iPhone 4. Danke Briefträger! :-)

Man muss ja nicht unbedingt vor einem Apple Store übernachten, wenn der Briefträger pünktlich um 10.30 Uhr an der eigenen Haustüre klingelt und das begehrte Teil übergibt, oder?

Siri macht Spass – obwohl das Teil mindestens die Hälfte nicht so versteht, wie ich es meine. Aber was noch nicht ist, kann ja noch kommen.

Was mir auch noch aufgefallen ist: Gegenüber meinem älteren iPhone 4 kann ich “3G” nicht mehr ausschalten… Schade.

Was ich einfach schätze: Meinen Lion Server. Mit dem Profil-Manager ist es in Sekunden geschafft, sämtliche Adressen und Termine synchron zu halten. Wenn nicht mal doppelte Einträge da sind – Das nenne ich iCloud!

Und zu guter Letzt: Diesmal ist die Wiederherstellung über iTunes ohne Komplikationen gelungen.

Wetterstation: Wartung durchgeführt

Heute Nachmittag zwischen 13.20 bis 14.50 Uhr wurden an der Wetterstation dringende Wartungsarbeiten durchgeführt. Neben der jährlichen Reinigung des Wettergehäuses ISS (Siehe Bild) musste auch der Temperatur-/Feuchtigkeitssensor ausgewechselt werden. Alle Kontakte wurden geprüft und die Batterie ersetzt.

Nun sollte die Wetterstation wieder wie gewohnt Daten liefern. Es könnte allerdings noch ein paar Stunden gehen, bis der Temperatur-/Feuchtigkeitssensor wirklich zuverlässige Werte liefert, da noch Restfeuchtigkeit im Gehäuse vorhanden sein könnte.

iOS 5: Feine Ansätze

Erst seit ein paar Tagen ist das neue iOS 5 für iPod Touch, iPhone und iPad erhältlich. Auch AppleTV 2 erhielt eine spezielle Version des neuen Betriebssystem. Letzteres konnte ich jedoch aus Zeitgründen noch nicht austesten. Ich bin aber gespannt auf die neue Trailer-Organisation!

Langwierige Installation
Die Installation verlief bei mir viermal Apple-untypisch: langwierig… Zwar wurde bei mir die Versionen ohne Fehler heruntergeladen und auf den entsprechenden Geräten (iPad 1, iPad 2, iPhone 3Gs, iPhone 4) installiert. Bei allen Geräten stellte ich nach erfolgter Installation jedoch fest, dass keine Inhalte (Apps, Mediendateien) vorhanden waren… Die Gerätespeicher waren jedoch mit mehreren Gigabyte belegt. Musik-, Video, Programmdateien waren also auf den Geräten. Sie konnten jedoch nicht geöffnet werden. Folge: Musikbibliothek leer. Keine Videos vorhanden. Keine Programme – Speicher aber pratkisch voll.

Auch eine Neustart brachte das Dateisysten nicht dazu, die Mediendateien öffnen zu können. Also musste eine Wiederherstellung aus dem gemachten Backup gemacht werden. Dies ist zwar kein Problem, dauert aber bei mir seine Zeit…

Suche nach Neuem
Auf den ersten Blick findet man nichts Neues. Ausser es trudelt gleich eine SMS rein. Dann macht sich das neue Benachrichtigungszentrum sofort bemerkbar…

Benachrichtigung über die neue Mitteilungszentrale
Wie schon bei Android können nun mehrere Informationen dargestellt werden, ohne in die entsprechende Applikation zu gehen. Das ist praktisch und gehört einfach dazu. Schade, ging es so lange bei Apple. Es lassen sich beliebige Informationen wie, Mails, Nachrichten, Kalendereinträge, Wetter oder Aktienkurse einblenden. Aber auch andere Apps können spezielle Nachrichten einblenden lassen.

Eher versteckt unter der Funktion Einstellungen – Allgemein – Bedienungshilfen, lassen sich noch weitere Benachrichtigungsmöglichkeiten einstellen. Ganz praktisch sind die beiden Funktionen “Eigene Vibration” oder “LED-Blitz bei Hinweisen”. Bei ersterem ist es möglich, einem Kontakt eine spezielle Vibration zuzuweisen. Somit kann man anhand der Vibrationspüren, wer gerade anruft… Letzteres ist ein Feature, welches ich seit meinem Sony Ericsson T68i schmerzlich vermisse… ;-)

iCloud – der Clou
Die Cloud ist in aller Munde. iOS 5 bietet nun gemeinsam mit OS 10.7.2 mit der Funktion iCloud die Möglichkeit, Daten in einem externen Datenzentrum von Apple zu speichern. Der Clou(d): Die Daten stehen praktisch in Echtzeit jedem anderen Gerät zur Verfügung. Der Dienst ist gratis. Mit einer Apple-ID lassen sich auf einfachste Art und Weise diverse Daten aus verschiedenen Anwendungen synchronisieren. Bekannt von MobileMe, der kostenplichtige Vorgängerdienst, ist die Synchronisation der Kontakte, Mails, Kalender, Lesezeichen, Notizen und das Suchen eines iOS-Gerätes. Neu hinzugekommen ist die Möglichkeit gemachte Fotos, Dokumente, Apps, und Backups synchron zu halten. Dies funktioniert erstaunlich gut und rasch. Fotos, die auf dem iPhone geschossen wurden, stehen innert kürzester Zeit Aperture zur Verfügung… Später wird noch die Möglichkeit hinzukommen, Musik und Videos in der Wolke synchron zu haben.

In der Grundausführung stehen gratis 5GB in der iCloud zur Verfügung. Eigentlich ist das nicht so viel. Jedoch werden gekaufte Apps, Musik, Videos und Bücher nicht darin mit eingerechnet. Auch der Fotostream zählt nicht dazu. Bei einem vollgestopften imap-Mailaccount, vielen Dokumenten, diversen Backups kann man aber schon bald an die Kapazitätsgrenze stossen… Ich testete die iCloud eine Weile und bin positiv überrascht wie leicht und flüssig alles synchron gehalten wird.

Ich persönlich habe den einen oder anderen Vorbehalt gegenüber dieser Form von Datenspeicherung und nutze Cloud-Dienste nur sehr eingeschränkt (Lesezeichen und iPhone suchen). Alles andere mache ich über eigene Lösungen.

iMessage
Auf diesen Dienst habe ich mich am meisten gefreut. Damit ist es möglich, Nachrichten zwischen iOS-Geräten auszutauschen. Wenn also ein Partner auch ein iPhone/iPad mit iOS 5 nutzt, kann man über die bekannte App “Nachrichten” Mitteilungen verschicken. Dieses App prüft neu, ob der Teilnehmer auch iMessages hat. Wenn ja, signalisiert dies ein blauer “Sende”-Knopf. In diesem Fall lässt sich ein “SMS” oder “MMS” gratis hin- und her verschicken. Das klappt auch mit einem iPad völlig unproblematisch. Schade, lassen sich herkömmlich SMS nicht umleiten… Hat der Kommunikationspartner kein iOS-Gerät oder iMessages ist der Sende-Knopf “grün”.

blauer "Senden"-Knopf: iMessage; grüner "Senden"-Knopf: SMS/MMS

blauer "Senden"-Knopf: iMessage; grüner "Senden"-Knopf: SMS/MMS

Die restlichen 197 Features
Natürlich bietet iOS weitere Erneuerungen an, wie der Zeitungskiosk. Das Angebot der hiesigen Medienerzeugnissen ist jedoch zu bescheiden, um ein Urteil abzugeben… Wi-Fi-und die AirPlay-Synchronisation sind praktisch. Die App “Erinnerung” kommt jedoch spät. Sie ist aber endlich gekommen… Ob die Twitter-Integration wirklich was Tolles ist, muss jeder für sich entscheiden… Auch das sich die Kameraauslösung endlich durch den “Lauter”-Knopf bewerkstelligen lässt, ist peinlich. Hat doch ein anderen App-Produzent dieses “Feature” implantiert. Die App wurde aber damals von Apple aus dem Store geworfen mit der Begründung, sich nicht an die iOS-Programmierregeln gehalten zu haben…
Da ich nicht täglich ein neues iOS-Gerät kaufe, ist es mir schnurz, ob es sich “PC Free” konfigurieren lässt… Aber vielleicht profitiere ich ja ein erstes Mal, wenn ich mein iPhone 4s holen gehe. ;-)

Fazit
Apple geht konsequent mit seiner iOS-Entwicklung weiter. Anbindung aller Daten in eine externe Cloud wird immer zentraler. Nur so können verschiedene Geräte unkompliziert mit den gleichen Informationen, Medieninhalten synchron gehalten werden. Gleichzeitig wird das Thema Datenschutz immer wichtiger.

iOS 5 funktioniert in seiner jetzigen Form tadellos und bietet vor allem im Detail einige wichtige Erneuerungen.