Lange ist es gegangen nun ist endlich die Version 1.0 der NZZ E-Paper App (iTunes-Link) erschienen. Die App ist gratis. Die Installation läuft natürlich wie bei jeder iTunes-App ganz problemlos ab. Nur das Anmelden, beziehungsweise Registrieren, verursachte bei mir zu Beginn ein wenig Stirnrunzeln. Wo nur muss ich Tippen, damit das Eingabefeld wirklich aktiviert wird (Siehe Bild).

Hier würde ich das Formular so gestalten, wie es in anderen Apps auch üblich ist. Vielleicht mit einer bestimmten Farbe die Eingabefläche markieren, damit es klar ist, wo man antippen muss.
Für bereits registrierte E-Paper (nzzglobal) Nutzer, kann einfach die bisherige Benutzername- und Passwort-Kombination verwendet werden.
Preise
Die Preise lassen sich aktuell hier einsehen. Ein Jahresabonnement kostet 368 Franken. Mit Sonntagszeitung werden 477 Franken fällig. Das Angebot mit iPad für 900 Franken finde ich interessant, wenn noch kein iPad mit Zubehör vorhanden wäre…
Runterladen / Einstellungen
Eine einzelne NZZ-Ausgabe ist in ein paar Minuten heruntergeladen und auf dem iPad entpackt. Wie gross die heruntergeladene Datei wirklich ist, wird leider nirgends mitgeteilt. Ich hoffe, dass die jeweils fast 15MB bei den normalen PDFs deutlich unterboten werden können. Anhand der Downloadlänge glaube ich aber, dass ordentlich Daten runtergeladen werden müssen… Vielleicht war auch einfach der NZZ-Server ein wenig lahm.
Ist die Zeitung einmal da, lässt sie sich jederzeit ohne Internetverbindung lesen. Die Zeitung wird so dargestellt, wie bei
der gedruckten Ausgabe. Mit dem Fingerspreizen lässt sich der Zoom vergrössern oder mit der umgekehrten Bewegung verkleinern.
Gleich rechts auf dem Bild ist die Frontseite zu sehen. Gleichzeitig habe ich die “Ressorts” eingeblendet. Solche Optionen lassen sich am unteren Bildschirmrand ein- oder ausschalten.
Ganz praktisch finde ich die “Seitenübersicht”. Diese Navigationshilfe stellt jede Zeitungsseite in Miniatur dar. Mit Wischen und anklicken, lässt sich jede Seite bequem ansteuern (Bild ganz unten). Eine Funktion die ich in der Spiegel App sehr schätze. Mit dem Unterschied, dass dort Artikel, nicht Seiten gezielt ausgesucht werden können
Der Aufruf “Bibilothek” ermöglicht den Zugriff auf alle bereits heruntergeladenen Ausgaben der letzten 31 Tage. Aufgeführte Zeitungen, welche noch nicht runtergeladen wurden, können von hier geladen werden. Zur Zeit können alle Zeitungen bis zum 12.9 heruntergeladen werden.
In den “Einstellungen” (Siehe Bild ganz oben) lässt sich nur die Benutzername/Passwort Kombination eingeben. Für Neukunden gibt es zwei Links, damit sie sich registrieren können.

Die einzige Einstellung, welche sonst noch vorhanden ist betrifft die Speicherzeiteinstellung der Ausgaben.
Navigieren
Das Blättern durch die einzelnen Seiten ist teilweise von Verzögerungen bestimmt. Oft muss ein Wischbefehl mehrmals eingegeben werden. Durch einen einmaligen Klick auf einen Artikel, wird eine spezielle Ansicht geöffnet. Der Artikel kann mit einer grossen Schrift angenehm gelesen werden. Auch Bilder werden geladen. Die Funktion erinnert stark an die “Reader”-Funktion im Safari-Browser der neusten Version. Ein erneutes Anklicken auf den Beitrag, bringt die Seitenansicht wieder hervor.
Fazit
Für eine Version 1.0 finde ich die NZZ E-Paper App sehr gelungen. Gegenüber der Printausgabe muss man inhaltlich keine Abstriche machen. Jeder Beitrag erscheint wie gedruckt.
Klar wünschte man sich, dass gewisse Inhalte interaktiver daher kämen. Gerade die Spiegel-App zeigt klar, wie eine Zeitschrift mit interaktiven Inhalten aussehen kann. Jedoch ist zu bedenken, dass die NZZ eine Tageszeitung ist und keine Wochenzeitschrift wie der Spiegel.
Die App hat auf jeden Fall Potential. Bereits jetzt kann man die NZZ ohne Einschränkungen geniessen. In meinem heutigen Test konnte ich keinen einzigen Absturz ausmachen. Der Start ist hiermit sicher gut gelungen! Das Warten hat sich gelohnt.
Den Preis hätte man sich gegenüber der Printausgabe vielleicht ein wenig tiefer gewünscht. Jedoch ist zu sagen, dass die Aufbereitung für eine E-Paper ja nicht weniger auswendig ist, wie für die herkömmliche Printausgabe. Ob die Distribution der einzelnen Ausgaben zu den Briefkasten ein so grosser Anteil bei der Zeitungsfinanzierung darstellt, ist zu bezweifeln.
