Bug: Readiris Pro 11.5 auf Mac installieren

Wer sich ein einen Multifunktionsdrucker kauft, freut sich nicht nur über die Scanfunktion, sondern auch darüber, dass eine Texterkennungssoftware mitgeliefert wird.

Wer sich ein Gerät von HP kauft, wird zusätzlich mit der Texterkennungssoftware Readiris Pro 11.5 belohnt. Mit dieser Software ist es möglich, dass gescannter Text erkannt und damit editierbar gemacht wird. Das kann ganz schön praktisch sein.

Blöd nur, wann man erwartungsvoll die CD-ROM einschiebt, das Installationsprogramm startet und folgende Absturzmeldung immer und immer wieder zu sehen bekommt:

Nein, auf diesem Weg komme ich zu keiner Texterkennung… In den weiten des Internets wird man wenig fündig. Doch irgendwo konnte ich unscheinbar einen Tipp entdecken und schwupp offenbarte sich mir eine ziemlich ungewöhnliche Lösung: Das Betriebssystem auf Englisch umschalten, neustarten und Installationsprogramm ausführen…

Tatsächlich. Auf wundersame Art und Weise wird das Programm doch ausgeführt und die Anwendung lässt sich installieren. Das beste ist, dass sich nach erneuter Umschaltung der Systemsprache zurück auf Deutsch das Programm auf Deutsch ausführen lässt…

Ein seltsamer Bug!

PS: Die beste Texterkennungsfunktion schafft es leider noch immer nicht, meine handschriftlichen Notizen in schön geschriebene Prosa zu verwandeln. Steve, mach was! :-)

Netzsicherheit: Es wird wieder gephisht…

Meine Mailboxen quellen wieder einmal über mit solchen Nachrichten:

Was mir auffällt ist, dass das Deutsch doch ein wenig besser geworden ist. Frühere Mailnachrichten wurden doch ziemlich haarsträubend formuliert. Natürlich sieht eine echte Nachricht von Paypal anders aus. Doch auch dies ist eine Frage der Zeit, bis Phisher Nachrichten perfekt fälschen lernen. Warum tun sie es eigentlich heute nicht schon? Weil noch genügend Leute auf diese “billig” gemachten Nachrichten reinfallen? Gibt es eigentlich Statistiken dazu?

Die Nachricht kann in jedem Fall gelöscht werden. Wer sich sicher sein will, dass mit dem Konto alles in Ordnung ist, loggt sich auf der entsprechenden Seite direkt an und schaut im Nachrichtenbereich nach… Mit Sicherheit klickt man nicht auf einen angegebenen Link im Mail!

Was aber, wenn man es trotzdem tut?

Was passiert eigentlich, wenn man trotzdem auf den Link drückt? Nun, ich habe das mal probiert. Die Überraschung folgt sogleich, weil sich sofort folgendes Fenster öffnet:

Ich habe hier dann schon gefragt, wer mich da netterweise warnt. Es ist der Browser Safari, der sich diesbezüglich in den Sicherheitseinstellungen einrichten lässt (“Bei betrügerischen Inhalten warnen”). Allerdings hoffe ich, dass die entsprechende Datenbank auf meinen Computer liegt. Es wäre mir nämlich unangenehm, wenn Safari jedes Mal beim Öffnen einer Seite nach Hause telefoniert und prüft, ob ich diese oder jene Adresse besuchen darf/soll/kann… Aber dies ist ein anderes Thema. Auf jeden Fall darf ich mich nicht darauf verlassen, dass eine solche Einstellung 100% vor Phishing schützt!

Natürlich habe ich den Warnhinweis für einmal ignoriert und weiter geht es:

Eine perfekt kopierte Webseite baut sich auf. Was auffällt: Von Verschlüsselung keine Spur. Noch gelingt es diesen Betrügern nicht, einen verschlüsselten Server zur Verfügung zu stellen. Es ist ein gewöhnliche http-Seite. Wird auf irgendeinen Link geklickt erscheint in jedem Fall ein Formular, wo man sich für paypal neu anmelden darf. Natürlich muss ich mich ja nicht anmelden. Ich habe schon ein Konto! Was passiert also, wenn ich mich mal einlogge? Natürlich verwende ich eine erfundene Mailadresse (“aslkgjsd45j@aölkg48aölfkg.com”) mit dem Passwort “1234″… Es passiert folgendes:

Ich bin mir sicher, dass in jedem Fall diese “Warnung” erscheint… Mehr macht diese Seite nicht. Eine Neuanmeldung habe ich hingegen nicht getestet.

Die Gefahr eine solche Seite trotzdem zu besuchen ist in jedem Fall nicht zu unterschätzen. Es kann ja auch durchaus sein, dass eine Browserfunktion wie “Automatisch ausfüllen” getäuscht wird und schon werden unter Umständen Informationen preisgegeben. Aus diesem Grund habe ich diese Funktion bei meinen Browsern unterbunden. Kennwörter sind in meinem Kopf und sonst (fast) nirgends…

Gefälschte Abmahnungen

Allerdings frage ich mich schon, wie erfolgreich solche Phishing-Versuche überhaupt sind. Bei folgendem E-Mail staunte ich schon mal nicht schlecht, wie gut das Schreiben aufgesetzt war (Zum Vergrössern anklicken):

Bei diesem Schreiben handelt es sich tatsächlich um einen richtigen Anwalt. Allerdings wurde dessen Identität gestohlen… Folgender Link klärt zu dieser Nachricht auf: www.anwalt.deAuch bei diesem Mail handelt es sich um einen dreisten Betrugsversuch. Auf keinen Fall sollte man auf solche Mails antworten!

Fazit

In Zukunft werden solche Mails immer überzeugender daherkommen. Oft wird ein zweiter, sogar ein dritter Blick nötig sein, um Betrugsabsichten zu erkennen. Im Prinzip sollte nie auf eine solches Mail direkt geklickt werden. Wer irgendwo ein bestimmtes Konto hat, soll sich direkt dort einloggen und schauen, ob tatsächlich eine Nachricht der Betreibergesellschaft da ist (paypal, ebay, amazon, ricardo, iTunes, postfinance, onurb.net, usw). Keine seriöse Firma schreibt Kunden an und bittet sie auf einen Link zu klicken. Ganz wichtige Mitteilungen werden noch immer per Post verschickt oder können im entsprechenden Konto direkt eingesehen werden. Wem dies nicht hilft, kann ja gezielt googeln. Viele Seiten beschäftigen sich mit solchen Pishing-Versuchen und klären entsprechend auf. Solche Nachrichten werden (noch) nicht an eine bestimmte Person versendet, sondern zu tausenden losgeschickt.

Kaffee: Olympia Express

Für einmal steht hier nicht ein Computerspielzeug im Mittelpunkt, sondern eine kleine, aber feine Kaffeemaschinen-Manufaktur. Sie ist ansässig in Mendrisio im Kanton Tessin. Dieser Firma durften wir heute einen Besuch abstatten. Es handelt sich um Olympia Express, ein Name, der viele Kaffeekenner aufhorchen lässt…

Die Firma hat zur Zeit drei Produkte in ihrem Produktionsportfolio. Zwei Produkte sind Kaffeemaschinen und das dritte Gerät ist eine dazu passende Kaffeemühle. Die knapp 80jährige Geschichte dieser Firma ist spannend und kann auf der Firmenwebseite hier nachgelesen werden.

Heute beschäftigt diese Fabrik nach einem Neustart vor ein paar Jahren sechs Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Doch darf man sich durch diese Grösse nicht täuschen lassen. Vermutlich produziert diese Manufaktur heute noch die beste Espressomaschine der Welt.

Doch lässt sich ein Anschaffungspreis von mehreren Tausend Franken überhaupt rechtfertigen? Ja. Die Maschinen werden in Handarbeit in der Schweiz montiert. Die Einzelteile werden in verschiedenen Fabriken in der Schweiz und in Italien speziell für diese Maschinen angefertigt. Kunststoff wird praktisch nicht verarbeitet, sondern es werden beste Materialien innen, wie aussen verarbeitet. Die Maschinen überzeugen dadurch nicht nur ihre Langlebigkeit, sondern lassen sich auch mit geringem Aufwand warten und gegebenenfalls auch reparieren. Beim Besuch wurden uns verschiedene Einzelteile und Maschinen ohne Aussenverkleidung gezeigt. Auch für Laien wie uns, wurde klar, dass da etwas ganz besonderes hergestellt wird.

In unserem Bekanntenkreis stehen Olympia Express Maschinen, die bereits mehrere Jahrzehnte auf dem Buckel haben und noch immer besten Kaffee produzieren. Geht mal was kaputt, ist es kein Problem, die Maschine wieder in tadellosen Zustand zu versetzen. Auch für älteste Maschinen sind Ersatzteile vorhanden.

Ich finde es grossartig, dass es neben dem ganzen Kaffeekapselkram noch mutige Firmen gibt, die Gegentrends zu setzen wagen. Ob ich mir ein Olympia Express kaufe? Nach dem heutigen Besuch und dem netten Empfang durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Mendrisio… Kann man da nachher noch Nein sagen?

Kapselkaffee gibt es bei mir zu Hause sicher nicht, wetten? ;-)

NAS: Fehlerhafte Firmware (3.3.3) sorgt für Ärger

Es ist heute normal geworden, dass viele Geräte ein eigenes Betriebssystem und/oder eine Firmware mit sich bringen. Diese zentrale Software lässt sich von Zeit zu Zeit aktualisieren. Man kennt dies von Mobiltelefonen, Computern, Autos und teilweise sogar Nähmaschinen. Mit diesen Softwareupdates werden neue Funktionen freigeschaltet oder Fehler ausgemerzt. In manchen Fällen jedoch bringt ein Update keine erhofften Verbesserungen, sondern im schlimmsten Fall kann das Gerät nicht mehr richtig in Betrieb genommen werden.

Dieser Umstand scheint bei meiner NAS QNAP TS-210 mit der neusten Firmware 3.3.3 (Build 0928T) leider genau eingetroffen zu sein. Ständig verliert die Diskstation die Netzwerkverbindung und kann somit nicht mehr kontaktiert, geschweige den genutzt werden. Die Fehlermeldung ist gewohnt nichtssagend kurz: “Level:  Error – Network connection lost”.

Was hilft ist ein Reset (Miniknopf am Gerät lange gedrückt halten). Auf die Station lässt sich dann wieder zugreifen, jedoch muss die Netzwerkkonfiguration wieder eingestellt werden. Die NAS holt sich nach dem erfolgten Reset einfach die nächstbeste IP-Adresse aus dem internen Netz. Das Problem der Firmware 3.3.3. scheint also genau in der Netzwerkfunktion der NAS zu liegen. Sobald man die NAS nach dem Reset wieder so konfiguriert, dass man ihr eine fixe IP-Adresse reservieren möchte, kommen die Verbindungsabbrüche.

Probleme tritt dann auf

Es gibt aber zwei Lösungen, wie man trotzdem bei der fixen IP-Adresszuteilung bleiben kann.
Das Problem taucht nur auf, wenn beim Aufstarten der NAS eine externe USB-Festplatte am USB-Port hängt und im Adminmenü der NAS eine fixe IP-Adresse zugeteilt worden ist. Nach einem erfolgten Aufstart kann jedoch eine USB-Platte angehängt werden und die Netzabbrüche kommen nicht vor… Ist sehr unpraktisch, wenn die NAS automatisch nachts runterfährt und morgens wieder hochfährt…

Wer jedoch auch einen Router hat mit dem sich einem Gerät eine IP-Adresse zuteilen lässt, soll dies so machen. Das NAS-Gerät kann bei der IP-Einstellung automatisch die IP beziehen, bekommt aber die vom Router zugeteilte fixe IP. Somit tritt das Problem auch nicht auf.

Da mein Router diese Funktion nicht mit sich bringt, hat meine NAS nun 2 TB weniger Speicher. Ich hoffe, QNAP wird, wie versprochen, bald einen Fix herausbringen. So wird das auf Dauer nichts…

iPad: NZZ E-Paper ist da. Ein Test.

Lange ist es gegangen nun ist endlich die Version 1.0 der NZZ E-Paper App (iTunes-Link) erschienen. Die App ist gratis. Die Installation läuft natürlich wie bei jeder iTunes-App ganz problemlos ab. Nur das Anmelden, beziehungsweise Registrieren, verursachte bei mir zu Beginn ein wenig Stirnrunzeln. Wo nur muss ich Tippen, damit das Eingabefeld wirklich aktiviert wird (Siehe Bild).

Hier würde ich das Formular so gestalten, wie es in anderen Apps auch üblich ist. Vielleicht mit einer bestimmten Farbe die Eingabefläche markieren, damit es klar ist, wo man antippen muss.

Für bereits registrierte E-Paper (nzzglobal) Nutzer, kann einfach die bisherige Benutzername- und Passwort-Kombination verwendet werden.

Preise
Die Preise lassen sich aktuell hier einsehen. Ein Jahresabonnement kostet 368 Franken. Mit Sonntagszeitung werden 477 Franken fällig. Das Angebot mit iPad für 900 Franken finde ich interessant, wenn noch kein iPad mit Zubehör vorhanden wäre…

Runterladen / Einstellungen
Eine einzelne NZZ-Ausgabe ist in ein paar Minuten heruntergeladen und auf dem iPad entpackt. Wie gross die heruntergeladene Datei wirklich ist, wird leider nirgends mitgeteilt. Ich hoffe, dass die jeweils fast 15MB bei den normalen PDFs deutlich unterboten werden können. Anhand der Downloadlänge glaube ich aber, dass ordentlich Daten runtergeladen werden müssen… Vielleicht war auch einfach der NZZ-Server ein wenig lahm.

Ist die Zeitung einmal da, lässt sie sich jederzeit ohne Internetverbindung lesen. Die Zeitung wird so dargestellt, wie bei

der gedruckten Ausgabe. Mit dem Fingerspreizen lässt sich der Zoom vergrössern oder mit der umgekehrten Bewegung verkleinern.

Gleich rechts auf dem Bild ist die Frontseite zu sehen. Gleichzeitig habe ich die “Ressorts” eingeblendet. Solche Optionen lassen sich am unteren Bildschirmrand ein- oder ausschalten.

Ganz praktisch finde ich die “Seitenübersicht”. Diese Navigationshilfe stellt jede Zeitungsseite in Miniatur dar. Mit Wischen und anklicken, lässt sich jede Seite bequem ansteuern (Bild ganz unten). Eine Funktion die ich in der Spiegel App sehr schätze. Mit dem Unterschied, dass dort Artikel, nicht Seiten gezielt ausgesucht werden können

Der Aufruf “Bibilothek” ermöglicht den Zugriff auf alle bereits heruntergeladenen Ausgaben der letzten 31 Tage. Aufgeführte Zeitungen, welche noch nicht runtergeladen wurden, können von hier geladen werden. Zur Zeit können alle Zeitungen bis zum 12.9 heruntergeladen werden.

In den “Einstellungen” (Siehe Bild ganz oben) lässt sich nur die Benutzername/Passwort Kombination eingeben. Für Neukunden gibt es zwei Links, damit sie sich registrieren können.

Die einzige Einstellung, welche sonst noch vorhanden ist betrifft die Speicherzeiteinstellung der Ausgaben.

Navigieren
Das Blättern durch die einzelnen Seiten ist teilweise von Verzögerungen bestimmt. Oft muss ein Wischbefehl mehrmals eingegeben werden. Durch einen einmaligen Klick auf einen Artikel, wird eine spezielle Ansicht geöffnet. Der Artikel kann mit einer grossen Schrift angenehm gelesen werden. Auch Bilder werden geladen. Die Funktion erinnert stark an die “Reader”-Funktion im Safari-Browser der neusten Version. Ein erneutes Anklicken auf den Beitrag, bringt die Seitenansicht wieder hervor.

Fazit
Für eine Version 1.0 finde ich die NZZ E-Paper App sehr gelungen. Gegenüber der Printausgabe muss man inhaltlich keine Abstriche machen. Jeder Beitrag erscheint wie gedruckt.

Klar wünschte man sich, dass gewisse Inhalte interaktiver daher kämen. Gerade die Spiegel-App zeigt klar, wie eine Zeitschrift mit interaktiven Inhalten aussehen kann. Jedoch ist zu bedenken, dass die NZZ eine Tageszeitung ist und keine Wochenzeitschrift wie der Spiegel.

Die App hat auf jeden Fall Potential. Bereits jetzt kann man die NZZ ohne Einschränkungen geniessen. In meinem heutigen Test konnte ich keinen einzigen Absturz ausmachen. Der Start ist hiermit sicher gut gelungen! Das Warten hat sich gelohnt.

Den Preis hätte man sich gegenüber der Printausgabe vielleicht ein wenig tiefer gewünscht. Jedoch ist zu sagen, dass die Aufbereitung für eine E-Paper ja nicht weniger auswendig ist, wie für die herkömmliche Printausgabe. Ob die Distribution der einzelnen Ausgaben zu den Briefkasten ein so grosser Anteil bei der Zeitungsfinanzierung darstellt, ist zu bezweifeln.