Diese Webseite wird grundsätzlich von mir selbst finanziert. Neben jährlichen Hostinggbühren, fallen Investitionen für Neugeräte an. Der Aufbau und Betrieb der Wetterstation erfordern beispielsweise einen hohen Investitionsaufwand.
Damit die verschiedenen Dienstleistungen auch funktionieren und laufend erneuert werden, muss jährlich zusätzlich in Programme investiert werden. Meine persönliche Arbeitszeit wird bei dieser Rechnung hier schon gar nicht berücksichtigt… Kurz: onurb.net ist buchhalterisch seit 2002 ein konstantes Verlustgeschäft. Nicht nur mir geht es so.
Bezahlen für Content, aber wie?
Doch es ist nicht ganz so einfach, für eine Dienstleistung zu zahlen oder zu spenden. Einige Webseitenanbieter oder Sharewareprogrammieren bieten eine Spendefunktion über Paypal an. Eine Alternative oder Ergänzung ist das “Social-Payment-Service”-Angebot Flattr.
Flattr wurde im März 2010 von Peter Sunde gegründet. Klammerbemerkung: Er ist einer der Mitbegründer der Torrent-Tracker-Site “The Pirate Bay”. Das System Flattr ist derzeit noch im Betastadium. Das heisst, man kann sich noch nicht einfach anmelden, sondern braucht eine Einladung. Ich habe diese Einladung erhalten, nachdem ich mich auf die Warteliste setzen liess. Nun wurde ich von Flatter eingeladen und bekam zusätzlich noch 3 weitere Beta-Codes, mit denen ich nun drei weitere Personen den Zugang zu Flattr (Wortkreation aus Flatrate (=Pauschalgebühr) und to flatter (=schmeicheln)) ermöglichen kann.
In den nächsten Wochen wird Flattr offiziell eröffnet. Jeder kann sich dann registrieren. Es wird dann auch eine mobile Anwendung geben.
Wie funktioniert Flattr?
Bei Paypal setze ich für jede Transaktion fest, welchen Betrag ich für ein Produkt oder eine Dienstleistung (bsp. Spende) einsetzen möchte. Bei Flattr ist dies anders. Ich setze in meinem Flattr-Account fest, welche Totalbetrag ich monatlich einsetzen möchte (mindestens 2€).
Medienanbieter platzieren auf ihrer Webseite einen Flattr-Button. Nun können Nutzer diesen Button anklicken und geben der Seite so einen Punkt. Im Laufe des Monats werden verschiedenen Seiten und Angebote angesurft und Punkte verteilt. Am Ende des Monats wird der Monatsbetrag durch in Anzahl gegebene Klicks geteilt.
Hat also jemand ein Monatstotal von 3€ im Flatteraccount definiert und bei 6 Seiten auf den Flattr-Button geklickt geklickt, so wird dieser 3€-Betrag durch 6 Seitenklicks geteilt. Dies ergibt einen Betrag von 0.5€ für die jeweiligen Seitenbetreiber.
Grundsätzlich eine gute Sache
Dies ist an sich eine wunderbare Sache. Der Spender muss sich um den Spendebetrag keine Gedanken machen, sondern setzt für sich einen monatlichen Betrag (eine Art Kulturflatrate). Durch das Besuchen verschiedener Seiten und Anklicken des Flattrbuttons, wird dieser Betrag am Schluss gerecht verteilt.
Aber…
Grunsätzlich ist Flattr eine gute Sache. Ein Kritikpunkt ist aber, dass vom eingesetzten Totalbetrag 10% Flattr als Gebühr abgezogen wird. Von den 3€ bleiben effektiv also 2.70€… Paypal im Vergleich begnügt sich mit einer Kommission von 2 bis 4 Prozent.
Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass es keine Möglichkeit gibt, anonym zu spenden. Flattr weiss genau Bescheid, welcher Account für was wie viel spendet hat oder bekommt.
Ausblick
Ich werde mal auf dieser Seite die Situation beobachten, wie sich die Sache entwickelt. Gleichzeitig werde ich mit guten Beispiel vorangehen und meinerseits Punkte an Webseiten verteilen (bsp. fscklog.com)…
Ach ja, hier mein Flattr-Button:

Per Paypal kann auch gespendet werden. Man kann mir auch einen iTunes-Gutschein schicken!
Update 15. August 2010:
heise.de hat über flattr geschrieben. Interessante Aussage darin ist, dass Flattr zur Zeit 10% des Umsatzes für sich einstreicht. Diese Beteiligung soll gesenkt werden. Zudem wurde das Einladungssystem eingestellt. Nun kann sich jeder für Flattr registrieren. Allerdings ist der Dienst noch immer in der Betaphase.
Wer noch einen Code für die Registrierung bei Flattr möchte, ich habe 3 Codes zum Vergeben.