Die weatherBoxx
Seit gestern habe ich die weatherBoxx von swisswetter.ch geliefert bekommen. Das Erste, was mir aufgefallen ist: Das Wunderding ist deutlich grösser als das meteoBase-Gerät. Zweitens:
Angeschlossen ist die Hardware in Kürze. Dann Kästchen aufstarten und wie in der Anleitung konfigurieren. Man braucht nichts zu installieren. Das Gerät funktioniert out-of-the-Box wie es soll. Wer will, kann mit einem externen Bildschirm und einer USB-Tastatur gleich die zugewiesene IP der weatherBoxx ändern.
Die Installation
Wenn also alles hübsch verbunden ist, über einen Browser aufs Kästchen zugreifen und sich im umfangreichen Menü der meteohub-Software umschauen. Zu Beginn sieht alles ein wenig ungewohnt aus. Doch alles ist hübsch und logisch angeordnet. Rasch können Einstellungsparameter angesteuert und verändert werden. Jedoch traten bei mir zu Beginn bei der Erstkonfiguration zwei Schwierigkeiten auf:
Irgendwie konnte meine serielle VantagePro2 keine Daten liefern – error connect socket 127.0.0.1:5555 :Network is unreachable
Warnung: Datenerfassungsprozess ist gestoppt. Auch konnte ich keine “Sensoren” auswählen:
Zuerst checke ich die Log-Datei. Hier konnte ich feststellen, doch es tut eigentlich:
Bei der Einrichtungsseite für die Wetterstation war ich unsicher, da bei meiner seriellen VantagePRO2 irgendwelche /dev/XYZ-Anschluss ausgewählt werden muss (Es war der erste Anschluss). Die Lösung für alle meine Probleme lag (natürlich) an einem winzigen “Detail”. Ich habe im Bereich “Netzwerk” keine Gateway-Adresse definiert. Jedoch konnte ich dies auch gar nicht machen. Das System akzeptierte erst eine Eingabe, nachdem ich eine andere IP-Adresse als vorgegeben dem Gerät zuwies…  Hm?
Das Einrichten
Nachdem auf jeden Fall die Netzwerkeinstellung so war, funktionierte plötzlich alles. Meine Datenlogger fütterte ab diesem Zeitpunkt brav die weatherBoxx mit Daten. Hier nochmal meinen herzlichen Dank für den Superraschen Support von Markus Brotschi, der mir den entscheidenden Hinweis liefern konnte!
Nun konnten die eigentlichen Arbeiten beginnen.
Die eigentliche Arbeit bestand darin, die gesammelten Wetterdaten für die Webseite aufzuarbeiten. Die meteoHub-Software bietet eine umfangreiche Möglichkeit, Grafiken generieren zu lassen. Jegliche Sensorwerte lassen sich darstellen und miteinander kombinieren. Gar nicht so einfach, eine Wahl zu treffen. Der andere Punkt liegt darin aus hunderten von Variablen, diejenigen auf die Webseite darzustellen, welche für die Besucher auch relevant sind. Dies brauchte viel Zeit. Zum jetzigen Zeitpunkt liegt einfach mal ein Provisorium vor. Es können die wichtigsten, aktuellen Daten gesehen werden. Alle Daten auf Wunsch mit einer Grafik geliefert.
Enormes Potential
Was mich fasziniert ist, dass die weatherBoxx mit Kombination der Software meteohub eine Freiheit zulässt, wie man seine Wetterdaten aufbereiten will. Die mitgelieferten Beispiele sind leider zu mager, um rasch eine Wetterseite zu gestalten, die etwas hergibt. Nicht umsonst wird eine knapp 170-seitige PDF Datei geliefert, die die Möglichkeiten dokumentieren. Jedoch listen dutzende Seiten nur Variablen auf, die für die Auswertung und Darstellung zur Auswahl stehen. Wahnsinn! Damit man nicht gleich ein Informatikstudium absolvieren muss, kann man sich auf eine grosse Community (meteohub-Forum, Wetterstationen.info und natürlich SwissWetter-Foren) verlassen, die einem nicht im Regen stehen lässt. Auch gibt es mit meteoplug eine Lösung, damit man auf Flashbasis Daten verarbeiten lassen könnte. Dies ist einfach zu realisieren.
wetter.onurb.net
Nach knapp 24 Stunden kann ich also auf wetter.onurb.net eine einfache Wetterseite präsentieren. Sie orientiert sich wieder an meinen Auftritt vor knapp einem Jahr. Ich kann persönlich mit Tabellen viel eher was anfangen als mit Grafiken. Deshalb sind die Grafiken eher im Hintergrund (Klick auf Symbol). Trotzdem werden später interaktive Instrument geliefert werden.
Es geht nun darum, dass ich die HMTL-Seite in PHP umschreibe, damit ich die Daten zukünftig über eine XML-Datei importieren kann. Dies hat der Vorteil, dass ich von überallher auf die Daten zugreifen kann. So kann ich auch ein Widget auf der Eingangsseite haben, gleichzeitig eine umfangreichere Hauptwetterseite und woanders ein Archiv.
Offene Arbeiten:
- Wetterseite in php schreiben, damit zentral auf eine XML-Datei auf dem Webserver zugegriffen werden kann.
- Wetter-Widget programmieren für die Eingangsseite.
- Weather Display Life-Instrumente gestalten und einbetten.
- Lösung für eine Wetterarchiv finden und realisieren (MySQL?).
Offene Fragen:
- Kann man in den meteohub-Grafiken einzelne Linien fetter auszeichnen?
- Warum wird die Regenmenge in der Grafik nicht kumliert? Wert beginnt immer bei null. Statt dass die Regenmenge treppenförmig zunimmt, bekommt man eine Bergkette…
- Wie kann ich die bestehenden Daten (.csv) in mein jetziges Setting importieren?
Negativpunkte:
- Das weatherBoxx-Gehäuse hat keine Aufhängevorrichtung um es an die Wand zu schrauben…
- meteohub verlangt Einarbeitungszeit. Einfach eine Webseite lässt sich nicht einfach zusammenklicken.
Positiv:
- weatherBoxx, ein Wettercomputer der zuverlässig und stromsparend läuft.
- Daten sind beim Anwender und editierbar.
- Daten können auf verschiedene Weisen gespeichert und/oder weitergegeben werden.
- Wer einen PC hat, kann mit Weatherdisplay oder PC-Wetterstation auf die meteohub zugreifen.
- meteohub ist stetiger Entwicklung und bietet ein riesiges Entwicklungspotential.
- In verschiedenen Communities kann Hilfe oder Tipps geholt werden.
- Alles kann selber editiert werden. Der Darstellung sind keine Grenzen gesetzt.
Natürlich würde ich mich über Anregungen sehr freuen. Wem etwas fehlt oder wer einen Tipp hat, soll sich bitte melden. Vielen Dank!