
Das Huawei Modem bekam im Austausch für die Express-Karte der Swisscom. Die Kartenlösung, über die ich in diesem Blog berichtet habe, hat nie richtig funktioniert, sobald ein Gebiet nicht mit einem UMTS-Signal versorgt war. Der Swisscom-Techniker sprach am Telefon davon, dass das MacBook Pro zu wenig gegen Strahlung geschützt sei und es aus diesem Grund zu kompletten Systemabstürzen kommen konnte. Angeblich bringt dieses bestimmte Frequenzband, das ganze Laptop aus dem Takt. Bereits am 6. Juni 2007 hat in einem Kommentar “Rolf” diese Meinung geäussert bekommen. Am 12. Juni 2007 berichtete dann “Ivo” davon, dass er mit der USB-Lösung keinerlei Probleme mehr habe. Der Mobilfunkprovider offerierte nach einem längeren Telefongespräch zwei Lösungen, nachdem ich Ende September endlich zum Schluss kam, dass es so für mich nicht weitergehen kann:
1. Die Expresskarte sollte mit einer externen Antenne betrieben werden.
2. Ich könne das Gerät eintauschen und erhalte dafür das Huawei-Modem.
In jedem Fall hätte ich also ein Kabel akzeptieren müssen. Ich entschloss mich für das Modem, da dieses auch an einem MacBook ohne Express-Slot betrieben werden kann. Man weiss ja nie. So oder so würde nun ein Kabel herumhängen.
Schon nach kürzester Zeit erhielt ich das versprochene Gerät. Tatsächlich wurde das Gerät ebenso umkompliziert erkannt, wie die Expresskarte. Die Verbindungen werden rasch hergestellt. Geliefert wurden zwei USB-Kabel. Ein längeres und ein kurzes. Das kürzere ist 19 Zentimeter lang. Das Modem selbst ist kompakt. Es ist nicht ganz 9 Zentimeter lang und zirka 4,5 Zentimeter breit. Die Höhe nimmt etwa 1 Zentimeter ein. Vom Gewicht her, spielt es keine Rolle, ob man die Expresskarte herumschleppen muss, oder das USB-Modem. Beide Lösungen sind nicht sehr schwer und leicht zu verstauen.
Betrieben wird das das Huawei-Modem bei mir ausschliesslich mit der Software “Launch2Net” von Novamedia. Damit konnte ich sehr gute Erfahrungen sammeln. Bis heute habe ich keinerlei Abstürze zu verzeichnen. Auch andere Berichte in meinem Blog scheinen diese Erfahrung teilen zu können.
Ich möchte mich an dieser Stelle herzlich bedanken an all jenen Personen, die sich bei mir gemeldet haben und über ihre Erfahrungen berichtet haben. Vielen herzlichen Dank Mephisto74, Timo, Ivo, rolf, hannes, ubu, martin, AnAnanas, Dani Schneiter und Lüdi! Ohne euch, wäre ich in dieser ganzen Sache recht hilflos gewesen!
Auch möchte auch der Swisscom danken, dass diese schlussendlich so unkompliziert diesen Umtausch getätigt haben. Am nächsten Arbeitstag war das Gerät bereits bei mir. Schneller geht es nicht.
Kritisches:
Ich finde es schade, dass die Swisscom nicht von sich aus auf ihre Kunden zuging, um von den Schwierigkeiten, welche ja offensichtlich vorhanden sind, zu berichten. Ich hätte ein flächendeckendes Informieren (wozu gibt es Newsletter oder das völlig sinnfreie “natelnews”???), einen allgemeinen Umtausch oder das Zuschicken der Antenne begrüsst. Das wäre echter Service am Kunden gewesen. Stattdessen muss man als Kunde zuerst aktiv werden und einen Mangel nachweisen. Rückrufaktionen sind unangenehm. In diesem Fall wäre vielen, Ärger und Umtriebe erspart geblieben.
Auch mit der jetzigen Lösung funktioniert Wireless-LAN (PWLAN) nicht. So kann das Swisscom-Wireless-Netz beispielsweise an den Bahnhöfen nicht genutzt werden. Loggt man sich manuell mit dem Mac ins Wireless-LAN wird ein teurerer Tarif (Minutenabrechnung) berechnet. Bei Windowsbenutzer wird durch das funktionierenden Handover normal abgerechnet… Auf der Webseite wird bei der Datenkarte WLAN noch immer beworben (Siehe Screenshot links. Gemacht heute). Woher soll ich wissen, ob ich ein Centrino-Prozessor habe. Intel ist Intel, oder? Oder muss ich als Kunde ein Informatikstudium abgeschlossen haben? Unter steht auf jeden Fall 10.4.10. Also geht das auf Mac. –> Falsch!
Mit der mitgelieferten Windows-Treibern ist es möglich, SMS zu versenden und zu empfangen. Auch diese Funktion wird auf dem Mac nicht unterstützt. Selbst dann, wenn man die von der Swisscom mitgelieferten Treiber einsetzt… Nirgendwo weist die Swisscom explizit darauf hin, dass das Mac-Angebot gegenüber einer Windows-Version eingeschränkt ist.
Reaktionen in meinem Blog zeigen, dass Kunden sich nicht scheuen, einfach zur Konkurrenz zu wechseln, wenn ein Angebot schlussendlich nicht zu überzeugen weiss. Ich hoffe, dass die Swisscom Anregungen und schlimmer noch Mängel in Zukunft ernster nimmt. Komplexe, technische Produkte sollten nicht erst beim Kunden reifen. Eine solche Strategie zahlt sich in der heutigen Zeit nicht aus.
Fazit:
Der Umtausch hat sich für mich gelohnt. Endlich habe ich eine mobile Datenlösungen, die ich überall unbeschwert einsetzen kann, wo ich irgendein (Swisscom-) Netz habe. Die Abstürze waren für mich teils sehr ärgerlich, da viel Arbeitszeit verloren ging. Ungesicherte Anwendungen und Dokumente gingen verloren.
Ein Quentchen Hoffnung habe ich noch, dass die Swisscom auf die verbliebenen Mängel in der näheren Zukunft eingehen wird.