Grundsätzliches zur Daten-Karte
Endlich unterstützt die Swisscom mit ihrer kürzlich vorgestellten Unlimited Express Card auch die Apple-Plattform. Dies Karte kann allerdings nur in die MacBook PROs eingesetzt werden. Nur diese Geräte verfügen über einen ExpressCard-Slot. Für Besitzer eines anderen Apples wird es eine andere Lösung geben. Im Mai wird die Swisscom einen USB-Adapter vorstellen, welcher über ähnliche Leistungsdaten wie die Unlimited Express Card verfügt.
Die Tarife sind mittlerweile attraktiv genug, um auch Gelegenheitssurfern das mobile Internet schmackhaft zu machen.
Der Vorteil eines solchen Abonnements liegt darin, dass man mit einem Laptop überall ins Internet gelangen kann. Dies ist grundsätzlich da möglich, wo ein Mobiltelefonsignal zur Verfügung steht. Die Swisscomkarte unterstützt alle gängigen Datenprotokolle wie HSDPA, UMTS, EDGE, GPRS. Auf Swisscom-WLAN-Netze wird über die vorhandene, bereits im Computer verbaute Karte zugegriffen. Die Unlimited Express Card switcht automatisch auf das leistungsstärkste Netz, ohne eine vorhandene Datenverbindung abzubrechen (Seamless Handover genannt). Die Datenraten sind in gut erschlossen Gebieten sehr hoch. Man hat hat das Gefühl, am heimischen Breitbandnetz angeschlossen zu sein. Sogar im Zug von Zürich nach Baden kann man praktisch unterbrechungsfrei online bleiben (Wer’s braucht…).
Installation
Von der mitgelieferten CD installiere ich den GlobeTrotter-Treiber. Vorsichtshalber starte ich den Computer neu. Die Datenkarte ist noch nicht eingesteckt. Nach dem erfolgten Neustart, steckte ich Express Card in den dafür vorgesehen Steckplatz. Das Programm GlobeTrotter Connect wird gestartet und folgendes Fenster offenbart sich:

Soweit, so gut denke ich und drücke einfach mal auf den blauen Knopf Verbinden.

Der Knopf verschwindet. Nichts geht, doch bald baut sich ein neues Fenster auf: Eine Warnmeldung…
Ein Blick in die englische Bedienungsanleitung, welche nur als PDF vorliegt offenbart dann Folgendes:
1. Man hat die Programm-Einstellungen aufzurufen (Apfel+,).
2. Unter dem TAB 3G/EDGE/GRRS findet man das APN-Feld. Hier ist gprs.swisscom.ch einzutragen.
Also drücke ich nochmals den Knopf Verbinden… Jawohl, es geht!

Die Verbindung steht! Viel kann man mit dieser Software sonst nicht anfangen. Sie ist gegenüber der Windows-Version eingeschränkt. So können auf der Mac-Version keine SMS verschickt oder empfangen werden. Auch ein Infofeld fehlt, welches über Status, Nutzung, Hotspotstandorte, Roaminginfos, usw. Auskunft gibt.
Ich hoffe, dass die Swisscom mit der Zeit eine überarbeitete Treibersoftware liefern wird, welche der Windows-Version ebenbürtig ist. Ansonsten gäbe es ja noch Launch2Net (Aber dazu weiter unten mehr.).
Die Installation ist also ziemlich einfach und unproblematisch. Die Karte sollte erst nach erfolgter Installation eingesteckt werden. Sie ragt etwa 4,7 Zentimeter aus dem Gerät. Die blaue und rote Dioden leuchten nicht durchgehend wie auf dem unteren Bild zu sehen. Sondern blinken wie wild, wenn Daten übermittelt werden.

Kosten
Die erste Rechnung ist noch nicht gekommen. Da ich nicht sehr intensiv mobil herumzusurfen haben, wählte ich für mich ein NATEL® data time-Abo. Ich habe mich für die Version Data Option Hour entschieden. Diese richtet sich an Leute, die pro Tag nicht mehr als 15 Minuten online sind. Pro Stunden werden 5 Franken verlangt. Die Abrechnungsschritte sind 50 Rappen. Fixe monatliche Gebühren gibt es keine. Obwohl man die Karte 100 Franken günstiger bekommt, wenn man eine Abolaufzeit von 24 Monaten wählt, gibt es keine Mindestumsatzklausel im Vertrag… Ein bestimmtes Datenkontingent muss man also nicht in Anspruch nehmen.
Für mich ist diese Lösung nicht günstig, aber mit der gebotenen Leistung kann man nicht klagen.
Infos zu Launch2net von Novamedia
Hinweis: Beim gleichzeitigen Verwenden der Launch2net Software hatte ich ein paar grässliche Abstürze. Das System (10.4.9) fror komplett ein. Man konnte nur fortfahren, indem der Computer abgeschaltet und neugestartet wurde. Die passierte mir, als sowohl Lauch2net und auch GlobeTrotter Connect installiert waren… Nachdem ich beide Programme gelöscht und nur den offiziellen Swisscom-Treiber installierte und benutzte, lief alles wieder stabil. Ich werden noch weitere Tests machen. Die Launch2net-Software gefällt mir bedeutend besser.
Demnächst werde ich den GlobeTrotter Connect deinstallieren und statt dessen Launch2net installieren.
[Update]
Ich habe nun den Swisscom-Treiber deinstalliert und statt dessen Launch2net gebraucht. Dies scheint gut zu klappen. Allerdings bin ich mir noch nicht sicher, ob die Funktion Seamless Handover unterstützt wird.
Vorläufiges Fazit
Für ein Fazit ist es noch zu früh. Die erste Rechnung ist noch nicht gekommen. Noch bin ich zu wenig online gewesen, um über die Praxistauglichkeit der Datenlösung ein abschliessende Meinung zu haben.
Die Software ist noch zu einfach gehalten und sollte bezüglich der verbrauchten Zeiteinheiten bessere Auskunft geben. Die SMS-Funktionalität sollte wie bei der Windows-Version implentiert sein.
Die Karte selbst ist praktisch. Die bereits gezeigten Leistungen sind beachtlich.

