Technische Angaben:
MacBook (weiss)
2GHz (Intel Core Duo)
2GB RAM (667MHz DDR2 SDRAM)
Integrierte Grafik GMA950 (64 MB gemeinsamer Systemspeicher)
120 GB Harddisk
Weitere Goodies: Bluetooth, Wireless LAN, 1000base-Netzwerk, 2xUSB, 1x FW 400, Audio In/Out, ext. DVI/VGA, Superdrive, 13″ Breitbildschirm, Front Row mit Fernbedienung, iLife, OS X Tiger und vieles mehr…

Betrieb
Das MacBook wird zu Hause an einem 24″-Monitor (DELL 2407WFP) mit der Auflösung 1920 x 1200 bei einer Farbtiefe 32-Bit über DVI betrieben. Das Bild ist perfekt: Keine Ruckler, keine Verzögerungen. Alles läuft geschmeidig. Grafikintensive Anwendungen wie FrontRow oder Dashboard bringen das MacBook kaum aus der Ruhe. Einfach perfekt. Den integrierten Bildschirm mit Spiegeleffekt ist angenehm zu benutzen. Das Bild ist hell und klar. Allen Vorbehalten zum Trotz stört mich der Glanz-Effekt überhaupt nicht. Die Farben sind für meinen Geschmack aber schon ein wenig zu knackig… Doch für Arbeiten zu Hause, benutze ich sowieso den externen TFT.
Arbeiten
Im Vergleich zu meinem alten Hauptrechner (iMac TFT 17″ mit G4 1.25GHz, 1GB RAM) ist das Arbeiten mit dem MacBook angenehmer. Der Geschwindigkeitszuwachs ist deutlich spürbar. Die Anwendung “Garageband” kann endlich ohne Wartezeiten aufwändige Musikstücke ausführen. Auch 8 Spuren vollgestopft mit Noten kann der Mac nun abspielen. iDVD ist endlich benutzbar geworden. Der Unterschied ist echt dramatisch. Auch das Öffnen von mehreren Bildern dauert nun so lange, wie vorher das Öffnen eines einzigen Dokuments.
Wenn ich im Photoshop ein unverändertes 8 Megapixel grosses Bild mit dem Befehl “Für Web speichern” sichern möchte, warnt mich die Software wie gewohnt, dass dies zu einer Speicherüberlastung führen könnte. Doch der Vorgang kann im Vergleich zu früher nun wirklich ohne Verzögerung ausgeführt werden. Ein Riesenfortschritt!
Programme, welche noch nicht für die Intel-Prozessoren optimiert sind, fallen durch lange Aufstartzeiten auf. Im Betrieb verhalten sie sich allerdings so, wie unter dem älteren iMac. Es wird spannend, was beispielsweise Photoshop oder Microsoft Office in der optimierten Version leisten werden. Der Geschwindigkeitszuwachs wird dramatisch sein!

Lautstärke
Das MacBook arbeitet praktisch geräuschlos. Der Lüfter arbeitet nur, wenn aufwändigere Arbeiten im Gange sind und dreht langsam höher, wenn der Prozessor unter voller Last läuft. Im Vergleich zum Powerbook läuft das MacBook leiser.
Offene Fragen
Noch habe ich das Gerät im Ausseneinsatz noch nicht gebraucht. Über den Bildschirm, Tastatur und Batterielaufzeit kann ich bis zum jetzigen Stand nichts sagen.

Negatives
Was mir auffiel ist, dass sich das MacBook ohne Netzteil nicht mit einem externen Bildschirm betreiben lässt. Sobald man den Computer vom Netz trennt, wird das System in den Ruhezustand versetzt. Dies passiert ohne Ankündigung. Man kann den Computer zwar mit der Tastatur wecken, sobald er aber realisiert, dass er über die Batterie betrieben wird, schaltet er sofort auf Standby. Mein Powerbook G4 12″ konnte in diesem Modus betrieben werden.
Update: Ein Beamer mit der Auflösung 1024x768Px lässt sich ohne Netzteil am MB in beiden Bildschirmmodi (gespiegelt/erweitert) betreiben.
Der neue Netzstecker mit Magnetverschluss gefällt und ist praktisch. Aber auch hier scheint es eine Neuentwicklung zu geben, welche nicht nur Kundenfreundlich ist. Das MacBook wird mit einem 60W Netzteil ausgeliefert. Die MacBook Pro werden mit 85W Netzteilen geliefert. Das stärkere 85W-Modell funktioniert auch beim MacBook. Umgekehrt lässt sich das 60W Netzteil an einem MacBook Pro nicht betreiben. Wenn mehrere Geräte vom beiden Typ herumliegen, kann dies für MacBook Pro Benutzer von Nachteil sein. Man muss genauer hinschauen. Früher waren die Netzteile für iBook und Powerbook identisch.
Das MacBook ist grösser und schwerer als ein Powerbook G4 12″. Schade, kompakte Geräte finde ich zum täglichen Herumschleppen einfach praktischer. Das MacBook ist in dieser Hinsicht ein Rückschritt.
Fazit
Das MacBook überzeugt mich bis jetzt komplett. Es ist geeignet, meinen bisherigen Hauptrechner, einen iMac G4 1.25GHz zu abzulösen. Die Grafikkarte wird von vielen als grosses Manko kritisiert. Für tägliche Arbeiten, aber auch Fotobearbeitungsbelange reicht es mir völlig. Wozu einen wesentlich teuereren Mac anschaffen? Allerdings habe ich mit dem neuen MacBook noch keinen Film geschnitten. Diese Arbeit wird wohl erst richtig zeigen, was das Maschinchen drauf hat. Garagband hat aber gezeigt, dass mein neues Arbeitstierchen ein enormes Potential aufweist.


