Das Filmtagebuch: Corpse Bride

051105Timburton

Die Geschichte spielt in einem europäischen Dorf des 19. Jahrhunderts: Victor wird in die Unterwelt entführt, als er sich durch ein Versehen mit einer geheimnisvollen Leichenbraut vermählt. Seine eigentliche Braut Victoria bleibt einsam in der Welt der Lebenden zurück, wo ihr bald Ungemach droht. Zwar geht es im Totenreich sehr viel abwechslungsreicher zu als in Victors streng viktorianischer Heimat, doch bald spürt er, dass ihn weder diese noch die nächste Welt davon abhalten können, zu seiner wahren Liebe zurückzukehren. Doch will die Rückkehr nicht ganz so klappen, wie er sich das vorstellt.
Der Film ist ein Meisterwerk in jeglicher Hinsicht! Der Animationsfilm erinnert in seiner Art und Weise stark “Nightmare before Christmas”, welcher auch von Tim Burton stammte. So ist ist das Dekor und Stimmung wieder insgesamt düster gehalten. Doch ist der Film nicht einfach eine Wiederholung von Altbewährtem. Man merkt sofort wie viel Herzblut in jede Minute Film gesteckt wurde und wie viele Fortschritte im Vergleich zum zehnjährigen “Nightmare before Christmas” erzielt werden konnte. Kaum zu glauben, dass jede Sekunde Film aus 24 einzeln fotografierten Bildern besteht. Jede Bewegung im Film wirkt so flüssig, als ob den Puppen echtes Leben eingehaucht wurde. Die Puppen bekommen eine Mimik, die vermuten lässt, echte Schauspiele agieren unter Masken.

Wieder wird der Film untermalt mit Musik von Danny Elfman. Dieser komponierte für den Film einen Soundtrack, welcher perfekt zur ganzen Handlung passt und allein für sich eine Perle darstellt. Bei “Victor’s Piano Solo” oder “The Piano Duet” wird wieder mal deutlich, wie perfekt Musik und Film zusammenpassen und wirken können.

Insgesamt eine oscarreife Leistung. Hoffentlich wird bald die DVD herauskommen.