Apple aktualisiert die Profi-Serie und stellt neue Software vor

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Gestern stellte Apple neue Powerbooks und Powermacs vor. Die Powerbooks erhielten ein kleines Update. Interessant ist dabei vor allem die verbesserte Grafikkarte und verfeinerte Bildschirmauflösung bei den 17″- und 15″-Modellen. Auch haben nun alle Powerbookmodelle serienmässig einen eingebauten DVD-Brenner. Enttäuscht bin ich vom kleinsten und für mich doch interessantesten Modell. Das 12″-Powerbook weist kein Double-Layer DVD-Laufwerk auf. Auch wurde die Bildschirmauflösung nicht erhöht. Die Grafikkarte wurde nicht auf den neusten Stand gebracht und unterstützt somit kein Core-Image, welches für dafür optimierte Programme für einen flüssigen Ablauf wichtig wäre (Mac OS X, Final Cut, neu Aperture). Der einzige verbleibende Vorteil gegenüber den grösseren Modellen ist seine kompakte Bauform. Schade Apple! Wenigstens ist der Preis allgemein, wenn auch auf hohem Niveau gleich geblieben.

Die andere Hardwarevorstellung betraf die erneuerten Powermac-Reihe. Diese Modellpflege enthält eine von vielen lang ersehnte Erneuerung: Dual-Core Prozessoren. Apple verbaut schon seit langem in gewisse Modelle zwei Prozessoren, welche dann parallel laufen. Dies ermöglicht dem Computer, Prozesse entweder vom einen oder anderen Prozessor erledigen zu lassen. Diese Rechner bieten nicht einfach nur die doppelt Power, sondern haben die wertvolle Fähigkeit, diese Power intelligent auf verschiedene Arbeitsprozesse zu verteilen. Dual Prozessoren sind nun nicht einfach zwei aufgelötete Prozessoren auf einer Platine, sondern es handelt sich eigentlich um einen Prozessor, welcher zwei Gehirne (zwei Prozessorkerne) besitzt. Der Vorteil dieser Bauweise ist, dass der Prozessor an sich kompakter ist, aber auch die Verbindungswege zwischen den Prozessoren sind kürzer und damit auch die Arbeitsabläufe. Viele Profis erhoffen sich nun schnellere Modelle, obwohl die Taktrate nicht wesentlich erhöht werden könnten. Gerade für schnelle Grafikprozesse, wie sie in der Videoverarbeitung gebraucht werden, ist dies dringend nötig. Das Spitzenmodell hat sogar vier Kerne und damit die Kraft von vier Herzen. Wie sich diese Entwicklung rein praktisch niederschlägt, werden erste Tests zeigen. Vielversprechendes ist bereits zu hören. Allerdings richten sich die Preis eher für Profis. Das kleinste Modell kostet mit knapp 3000 Franken so viel wie ein komplett ausgebauter iMac mit 20″-Bildschirm.

Aperture ist eine neu vorgestellte Software von Apple, welche es Fotografen ermöglicht, ihre RAW-Fotos schnell und unkompliziert zu bearbeiten. Schnell und flüssig funktioniert nach meinem Augenschein die ganze Angelegenheit nur dann, wenn man über einen neuen Powermac mit Dual-Core-Prozessor, aktuellster Grafikkarte und reichlichem Arbeitsspeicher verfügt. Gerade das neuvorgestellte 12″-Powerbook scheitert an diesen Vorgaben. Nach ersten Reaktionen zu urteilen, bekunden viele Interesse an dieser Software. Für Bildbearbeiter scheint Aperture keine Photoshop-Ersatz zu sein, sondern eher eine praktische 480€ teure Ergänzung, welche eine rasche RAW-Sichtung, Bildkorrektur und allgemein eine sehr gute Archivierung der Bilder verspricht.

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