Filmtagebuch: In 80 Tagen um die Welt

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Kein Wunder lief der Film nur kurz in den heimischen Kinos. Obwohl die berühmte Geschichte von Jules Verne viel hergeben würde, konnten die Filmemacher wenig mit der Vorlage anfangen. Der Verlauf ist langatmig, Situationen scheinen künstlich herbeigeführt worden sein, vermutlich damit sich Jackie Chan austoben kann. Schade. Aber es hapert nicht nur daran. Wer Filme mit und von Jackie Chan eigentlich mag, wird zunehmend mit den ähnlichen Szenen und Slapstick-Einlagen konfrontiert. Irgendeinmal hat man es einfach gesehen. Dies gilt auch für Special-Effekte. Wer Indiana Jones gesehen hat, weiss, wie man längere Reiseabschnitte elegant filmisch, nur beispielsweise mit einem Flugzeugschatten und einer Karte abkürzen kann. Was sich aber hier abspielt, scheint direkt aus einem Sandmännchen-Film entsprungen zu sein. Computeranimierte, in Pastellfarben gehaltene 3D-Landkarten mit Wölkchen, Gebirgchen und Gewässerchen schweben vorbei… und das viel zu lange (Siehe Filmplakat). Dann lieber einen einfachen Zeitsprung mit Hilfe von Schwarz-Ausblenden und einem Untertitel (“Tag 45″) darstellen. Ist günstiger, geht fix und langweilt nicht.
Einzig die kurzen Überraschungsauftritte von Katy Bates, John Clease und zwei, drei echte Lacher (gefallen hat mir vor allem die Figur Inspector Fix) vermögen dem Film einen gewissen Reiz zu geben. Ansonsten: Ein Reinfall. Wie heisst es auf dem Plakat: “Let your imagination soar”. In diesem Fall: Lest das Buch.