Filmtagebuch: The Aviator

aviatorpig
Dass der Film als bester Beitrag für die diesjährige Oscar-Verleihung gegolten hatte, gibt zu denken. Nun, schlecht ist er eigentlich nicht. “The Aviator” kann teilweise durch eindrückliche Szenen überzeugen und vermag zu einem gewissen Teil eine Vorstellung darüber zu vermitteln, wer der legendäre Unternehmer Howard Hughes gewesen war. Doch mich vermochte DiCaprio als Hauptdarsteller nicht zu packen. Der war mir zu sehr Leonardo. Da nützten seine rotunterlaufene Augen nichts. Gelitten hat vor allem auch der Erzählfluss. Dies lag vor allem auch an der wirren Art, wie diese Lebensgeschichte eingefangen wurde. Martin Scorsese zeigte in früheren biografischen Werken (wie bsp. “Raging Bull”), dass das nicht sein müsste. Dieser Film ist so mit Sicherheit kein Meisterwerk. Dass sich der Zuschauer im Geschehen nur dann zu orientieren weiss, wenn man sich vorgängig mit der Lebensgeschichte Hughes beschäftigte, muss nicht sein, finde ich. Andere diesjährige Filmbiografien zeigten, dass es auch anders gehen könnte. Freuen darf man sich aber an den Frauen im Film. Cate Blanchett als Katharina Hepburn und Kate Beckinsale als Ava Gardner sind nicht nur eine Augenweide, sondern vermögen durch ihre eigenwillige Art ihre Figur darzustellen dem Film den nötigen roten Faden. Auch die leider doch sehr raren Flugszenen sind wundervoll gemacht. Schade, wurde aus dieser eigentlich grossartigen Lebensgeschichte nicht mehr gemacht.