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Erfahrungsbericht: NAS – Zugriff und Dienste (Teil 3)
13. Aug
Einleitung
Dies ist der Dritte Teil in der Reihe NAS-Einsatz. Im ersten Teil ging es um eine allgemeine Einführung, was ein NAS-System überhaupt ist und für welche Zwecke es sich einsetzen lässt. Im zweiten Teil ging es, um die Entscheidungsfindung für ein geeignetes Gerät und erste Tipps zum Betrieb.
In diesem Teil gibt es praktische Tipps, wie das Gerät für Benutzer zu konfigurieren ist und wie mit der Fülle von Diensten und Anwendungen umzugehen ist. Die Bilder stammen aus dem Administrationsmenü eines QNAP NAS-Systems. Andere Systeme bieten aber eine ähnliche Menüstruktur an.
Zu Beginn folgt ein kleiner Exkurs, der das Prinzip des DHCP-Servers erklärt.
Kontaktaufnahme (Statische IP-Adresse verwenden)
Ein NAS-System ist ein eigenständiges Computersystem ohne Monitor, Tastatur und Maus. Der Zugriff erfolgt über ein Browserfenster. Dazu muss man einfach wissen, welche IP-Adresse dem Gerät vom Router zugewiesen wurde. Bei jedem Routerstart kann diese IP-Adresse wechseln. Standardmässig ist bei Routern der DHCP-Server (Wikipedia) eingestellt. Das heisst, Netzwerkgeräten werden dynamisch eine IP-Adresse zugewiesen. Diese IP-Adresse dient dem Netzwerk, einzelne Geräte im Netz zu identifizieren. Die einzelnen Geräte im Netzwerk müssen ja wissen, wem welches Datenpaket zugewiesen werden soll.
Das heisst, der Router als Zentralstelle in einem Netzwerk vergibt normalerweise einem Gerät eine IP-Adresse.
Das Bild oben zeigt ein mögliche Routereinstellung für den DHCP-Server (Dynamische Zuordnung) in der Routerkonfiguration. Der Router selbst beansprucht in diesem Beispiel für sich die Adresse 192.168.200.1.
Der erste Rechner, der eingeschaltet wird, erhält die Adresse 192.168.200.100. Wird Computer 2 eingeschaltet, erhält dieser die IP-Adresse 196.168.200.101. Der Drucker bekommt dann 196.168.200.102 usw. Das heisst die Geräte erhalten eine freie IP-Adresse in der Reihenfolge ihrer Anmeldung, bzw. Einschalten vom Router. Dies ist unpraktisch. Denn wenn nun Computer 2 sich am nächsten Tag als Erster einschaltet erhält dieser die IP-Adresse 192.168.200.101 zugewiesen.
Aus diesem Grund lässt sich jedes Gerät so einstellen, dass es sich eine bestimmte IP-Adresse vom Router holt, damit auch garantiert ist, dass das Gerät immer mit dieser IP-Adresse aufgerufen werden kann. Beim NAS-System macht man dies im Administrationsmenü (Systemadministration->Netzwerkeinstellung->TCP/IP->Bearbeiten):
Bei der letzten Zifferngruppe, wähle ich eine möglichst hohe Zahl, damit die unteren Zahlen frei bleiben für dynamische Geräte-IP-Adressen.
Wurde die Einstellung wie oben beim NAS-System konfiguriert, bekommt das Gerät nun in Zukunft die IP-Adresse 192.168.200.240 vom Router zugewiesen. Im Browser muss nun bloss diese Zahlengruppe eingegeben werden und schon werde ich mit dem Administrationsmenü verbunden. Mein Leben als Administrator ist nun viel einfacher, da ich nun Drucker/NAS/weitere Arbeitsrechner/Webcam gezielt mit einer klar definierten IP-Adresse ansteuern kann.
Zugriffskontrolle
Es lohnt sich je nach Grösse und Anzahl Teilnehmer Gedanken zu machen, wie eine Zugriffskontrolle auszusehen hat. Ich empfehle für jeden Benutzer im Netzwerk einen Namen mit Passwort für das NAS-System zuzuweisen. Auch als alleiniger Nutzer eines NAS-Systems würde ich beispielsweise nicht ständig als Administrator Zugriffe machen, sondern auch für mich selbst einen USER-Account erstellen. Dies erhöht die Sicherheit, weil ein normaler User keinen Zugriff auf die Administrationeebene hat. Ich habe auch für zugreifende Geräte eine Benutzerkonto erstellt. So hat die Webcam, der Wetterstationscomputer oder auch die Multimediabibliothek einen eigenen Benutzeraccount.
Falls es mehrere Benutzer gäbe mit gleichen Befugnissen, empfiehlt es sich Gruppen zu bilden. Dadurch muss nicht jedes Mal ein einzelner Benutzer administriert werden, sondern er wird einfach einer Gruppe mit bestimmten Rechten zugeordnet.
Hinter der Rubrik “Freigabeordner” versteckt sich meines Erachtens die wichtigste Einstellung. Hier wird definiert, welche Ordner, welchem Benutzer, bzw. welcher Gruppe zur Verfügung gestellt wird. Wird hier nichts freigestellt, kann auf das NAS-System nicht zugegriffen werden.
Bei der Funktion Kontingent kann für einzelne Benutzer/Gruppen ein Datenkontingent festgelegt werden. Dies lohnt sich aber nur dann, wenn viele Benutzer eigene Daten aufs NAS-System hochladen wollen und Platz dort knapp wird.
Netzwerkdienste und Anwendungen
Dies ist mit Sicherheit ein ganz zentraler Abschnitt. Netzwerkdienste und Anwendungen definieren Aufgaben, die das NAS-System zu verrichten hat. Werden keine Dienste eingeschaltet oder Anwendungen installiert, läuft nichts. Für jede Arbeitsumgebung sind aber andere Vorraussetzungen da. Es lohnt sich, genau abzuklären, welche Aufgaben das NAS-System zu bewältigen hat. Der Einfachheit halber alle Dienste zu aktiveren, damit auf jeden Fall alles läuft, ist nicht zu empfehlen. Insbesondere dann nicht, wenn das System später auch im Internet erreichbar sein soll. Ich habe zum Beispiel die nicht von mir benötigten Dienste wie NFS, FTP und Telnet/SSH ausgeschaltet.
Für die Anwendungen gilt das selbe wie für die Netzwerkdienste: Soviel wie nötig, so wenig wie möglich.
Die Sicherung der Sicherung
Ein NAS-System kann primär als Datensicherungssystem benutzt werden. Backups lassen sich darauf bequem ablegen. Wer mit Mac arbeitet, kann die NAS sogar mit Time Machine verwenden. 
Das NAS-System bringt aber auch Möglichkeiten mit sich, die NAS-Daten selber abzusichern. Wie schon im ersten Teil geschrieben, können an das System weitere externe Festplatten angeschlossen werden. Diese Festplatten können automatisch in ein Backupintervall eingebunden werden. Diese Sicherungen werden von der NAS automatisch gemacht. Der User kann einfach entscheiden, ob dieses Backups laufend erstellt werden oder einfach jeweils über Nacht durchlaufen.
Fazit und Ausblick
Dies war der 3. Teil meiner NAS-Reihe. In einem letzten 4. Teil wird es darum gehen, mein NAS-System gegen aussen zu öffnen, damit auch vom Internet zugegriffen werden kann.
Flattr: Interessantes Internetbezahlmodell
10. Aug
Diese Webseite wird grundsätzlich von mir selbst finanziert. Neben jährlichen Hostinggbühren, fallen Investitionen für Neugeräte an. Der Aufbau und Betrieb der Wetterstation erfordern beispielsweise einen hohen Investitionsaufwand.
Damit die verschiedenen Dienstleistungen auch funktionieren und laufend erneuert werden, muss jährlich zusätzlich in Programme investiert werden. Meine persönliche Arbeitszeit wird bei dieser Rechnung hier schon gar nicht berücksichtigt… Kurz: onurb.net ist buchhalterisch seit 2002 ein konstantes Verlustgeschäft. Nicht nur mir geht es so.
Bezahlen für Content, aber wie?
Doch es ist nicht ganz so einfach, für eine Dienstleistung zu zahlen oder zu spenden. Einige Webseitenanbieter oder Sharewareprogrammieren bieten eine Spendefunktion über Paypal an. Eine Alternative oder Ergänzung ist das “Social-Payment-Service”-Angebot Flattr.
Flattr wurde im März 2010 von Peter Sunde gegründet. Klammerbemerkung: Er ist einer der Mitbegründer der Torrent-Tracker-Site “The Pirate Bay”. Das System Flattr ist derzeit noch im Betastadium. Das heisst, man kann sich noch nicht einfach anmelden, sondern braucht eine Einladung. Ich habe diese Einladung erhalten, nachdem ich mich auf die Warteliste setzen liess. Nun wurde ich von Flatter eingeladen und bekam zusätzlich noch 3 weitere Beta-Codes, mit denen ich nun drei weitere Personen den Zugang zu Flattr (Wortkreation aus Flatrate (=Pauschalgebühr) und to flatter (=schmeicheln)) ermöglichen kann.
In den nächsten Wochen wird Flattr offiziell eröffnet. Jeder kann sich dann registrieren. Es wird dann auch eine mobile Anwendung geben.
Wie funktioniert Flattr?
Bei Paypal setze ich für jede Transaktion fest, welchen Betrag ich für ein Produkt oder eine Dienstleistung (bsp. Spende) einsetzen möchte. Bei Flattr ist dies anders. Ich setze in meinem Flattr-Account fest, welche Totalbetrag ich monatlich einsetzen möchte (mindestens 2€).
Medienanbieter platzieren auf ihrer Webseite einen Flattr-Button. Nun können Nutzer diesen Button anklicken und geben der Seite so einen Punkt. Im Laufe des Monats werden verschiedenen Seiten und Angebote angesurft und Punkte verteilt. Am Ende des Monats wird der Monatsbetrag durch in Anzahl gegebene Klicks geteilt.
Hat also jemand ein Monatstotal von 3€ im Flatteraccount definiert und bei 6 Seiten auf den Flattr-Button geklickt geklickt, so wird dieser 3€-Betrag durch 6 Seitenklicks geteilt. Dies ergibt einen Betrag von 0.5€ für die jeweiligen Seitenbetreiber.
Grundsätzlich eine gute Sache
Dies ist an sich eine wunderbare Sache. Der Spender muss sich um den Spendebetrag keine Gedanken machen, sondern setzt für sich einen monatlichen Betrag (eine Art Kulturflatrate). Durch das Besuchen verschiedener Seiten und Anklicken des Flattrbuttons, wird dieser Betrag am Schluss gerecht verteilt.
Aber…
Grunsätzlich ist Flattr eine gute Sache. Ein Kritikpunkt ist aber, dass vom eingesetzten Totalbetrag 10% Flattr als Gebühr abgezogen wird. Von den 3€ bleiben effektiv also 2.70€… Paypal im Vergleich begnügt sich mit einer Kommission von 2 bis 4 Prozent.
Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass es keine Möglichkeit gibt, anonym zu spenden. Flattr weiss genau Bescheid, welcher Account für was wie viel spendet hat oder bekommt.
Ausblick
Ich werde mal auf dieser Seite die Situation beobachten, wie sich die Sache entwickelt. Gleichzeitig werde ich mit guten Beispiel vorangehen und meinerseits Punkte an Webseiten verteilen (bsp. fscklog.com)…
Ach ja, hier mein Flattr-Button:

Per Paypal kann auch gespendet werden. Man kann mir auch einen iTunes-Gutschein schicken! ![]()
Update 15. August 2010:
heise.de hat über flattr geschrieben. Interessante Aussage darin ist, dass Flattr zur Zeit 10% des Umsatzes für sich einstreicht. Diese Beteiligung soll gesenkt werden. Zudem wurde das Einladungssystem eingestellt. Nun kann sich jeder für Flattr registrieren. Allerdings ist der Dienst noch immer in der Betaphase.
Wetterstation: Jetzt mit Wetterprognose
04. Aug
Die Wetterstation Niederrohrdorf erhält durch die Zusammenarbeit mit meteonews.ch eine eigene Wetterprognose. Ich freue mich, dies heute vorstellen zu dürfen. Die Lösung sieht so aus:
Früher konnte ich nur eine sehr allgemeine, automatisch erstellte Prognose meiner Wetterstation anbieten. Mit der jetzigen Lösung kann zuverlässiger eine Einschätzung fürs kommende Wetter gemacht werden.
Link zur Wetterseite: wetter.onurb.net
Wetterstation: Interaktive Grafiken
06. Jun
Heute wurde die Wetterseite und die dazugehörende Archivseite mit interaktiven Grafiken erweitert.

Um auf diese neuen Grafiken zugreifen zu können, muss auf das Balkengrafiksymbol mit der Aufschrift “flash” geklickt werden (Siehe oben). Es muss in der Regel ein paar Sekunden gewartet werden, bis sich das Fenster aufbaut. Falls ein Serverfehler (Error 503) kommen sollte, einfach nochmals laden.
Was bietet die neue Grafik?
Bei diesen Grafiken ist es möglich, den Wert jedes einzelnen Wertepunktes anzeigen zu lassen. Man kann nun mit der Maus auf eine gewünschten Ort auf der Linie drücken und sofort erhält man die entsprechenden numerischen Werte. Somit können Diagramme wesentlich komfortabler gelesen werden.
Werden mehrere Wertekurven gleichzeitig angzeigt, können einzelne einfach ausgeblendet werden. Dafür drückt man einfach auf den entsprechenden Farbpunkt am oberen Rand der Grafik (Siehe Bild unten).

Ein farbiges “X” markiert, welcher Welcher derzeit ausgeblendet wurden (Hier Windchill und Taupunkt). Ein erneuter Klick auf das “X” aktiviert die Wertekurve wieder.
Am unteren Ende der Grafik erkennt man ein Zeitfeld. Je nach Grafik lässt sich der blau markierte Teil mit der Maus beliebig herumschieben. Somit kann man über die gesamte Zeit browsen. Auch ist es möglich, je nach Grafik diesen blauen Zeitbalken zu vergrössern und zu verkleinern. So lassen sich die Kurven feiner darstellen oder eben ein grösserer Zeitabschnitt überblicken.
Derzeit ist diese Option bei den Grafiken im Wetterarchiv eingeschaltet. Diese bilden auch einen Zeitraum von mehreren Jahren ab. Somit ist es durchaus praktisch, wenn man die Zeitspanne belieb vergrössern oder verkleinern kann.
Weitere Grafiken werden im Laufe der Zeit hinzukommen.
Viel Spass!










